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  • 23.02.2017 Dank Inklusionsberater wieder vermittelbar auf dem Arbeitsmarkt

    Neues Angebot der Fachdienste für Arbeit und Integration für Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Problemen


    Einrichtungsleiterin der Fachdienste für Arbeit und IntegrationDie Chancen von Menschen mit gesundheitlichen Problemen auf dem Arbeitsmarkt verbessern – das ist die Aufgabe des Inklusionsberaters. Die Fachdienste für Arbeit und Integration bieten diese neue Beratung für die Stadt Ludwigshafen, den Rhein-Pfalz-Kreis, die Stadt Kirchheimbolanden und den Donnersbergkreis an. „Das Projekt Inklusionsberater bietet Vorbereitungsmaßnahmen für arbeitslose Menschen mit gesundheitlichen Problemen zur beruflichen Wiedereingliederung an", erklärt Meike Gottinger, Einrichtungsleiterin der Fachdienste für Arbeit und Integration. „Das Angebot richtet sich gezielt an arbeitslose Menschen, die wegen ihrer Krankheit die Angebote der Arbeitsagentur schon lange nicht mehr sinnvoll nutzen können."


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    Um das Angebot der Inklusionsberatung in Anspruch nehmen zu können, sind keinerlei besondere Nachweise erforderlich. Einzige Voraussetzung ist, dass der Hilfesuchende seinen Wohnsitz in Ludwigshafen, dem Rhein-Pfalz-Kreis oder dem Donnersbergkreis hat. Auch hinsichtlich der Kosten gibt es keine Hürden für Ratsuchende, denn die Beratung kostenfrei.

    „Zu uns kommen zum Beispiel Menschen, die psychisch krank sind oder ein Suchtproblem haben," berichtet Gottinger. Wenn sich Personen an den Inklusionsberater wenden, analysiert dieser im Erstgespräch zunächst die Situation des jeweiligen: Welche gesundheitlichen Probleme liegen genau vor? Welche persönlichen Interessen und Fähigkeiten bringt der Ratsuchende mit? Welche realistischen beruflichen Perspektiven erlaubt die aktuelle, gesundheitliche Situation?

    „Dann kann ein genaues Profil der Hilfe zum Barriereabbau erstellt werden", erläutert die Leiterin der Fachdienste den weiteren Ablauf. Dazu gehört die Unterstützung bei der Überwindung von gesundheitlichen Problemen, etwa indem der Inklusionsberater bei der Kontaktaufnahme zu Ärzten oder Therapeuten hilft. Neben gesundheitlichen Problemen können aber auch Herausforderungen im persönlichen Umfeld des Hilfesuchenden eine Rolle spielen. „In diesem Fall unterstützen wir bei Bedarf die Person beim Gespräch mit der Familie oder stellen auch den Kontakt zur Schuldnerberatung her", erklärt Gottinger. „Wir vermitteln beispielsweise auch in Praktika, damit die betreffende Person ihre Belastbarkeit testen kann", erzählt die Einrichtungsleiterin weiter. Durch die langjährige Arbeit der Fachdienste bei der Begleitung von Menschen mit Handicap im Arbeitsleben haben die Fachdienste-Mitarbeiter bereits gute Kontakte zu Firmen unterschiedlicher Branchen aufgebaut.

    Dabei wird der Inklusionsberater nur in dem Umfang aktiv, in dem der Ratsuchende es möchte. Die Dauer der Unterstützung richtet sich dabei nach dem Bedarf des Klienten. Da die Leistung auf freiwilliger Basis erfolgt, kann der Klient die Hilfe jederzeit beenden.

    Die Idee zur Inklusionsberatung stammt vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, so genannte „Leistungsketten" zu bilden. An die Arbeit des Inklusionsberaters soll sich die Arbeitsvermittlung durch die Arbeitsagentur oder das Jobcenter als nächste Leistung anschließen.

    Daher endet das Aufgabengebiet des Inklusionsberaters bei der Praktikumsvermittlung und -Betreuung. „Wir bereiten diese Menschen auf die Arbeitsvermittlung vor, vermitteln sie aber nicht", betont die Leiterin der Fachdienste. Die Klienten können dann bei Bedarf im Anschluss das Angebot unseres Fachvermittlungsdienstes in Anspruch nehmen.

    Finanziert wird das Angebot zu großen Teilen vom Land Rheinland-Pfalz. Außerdem leistet die Evangelische Heimstiftung Pfalz als Träger der Fachdienste für Arbeit und Integration einen Eigenanteil.

     

    Kontaktdaten:
    Fachdienste für Arbeit und Integration
    Wredestr. 19
    67059 Ludwigshafen
    Telefon: 0621 / 510011
    E-Mail: fai.lu@evh-pfalz.de
    Sprechzeiten Mo-Fr 9.00 - 15.00 Uhr und nach Vereinbarung

    Fachdienste für Arbeit und Integration
    Gasstr. 13 (Ärztehaus)
    67292 Kirchheimbolanden
    Telefon: 06352 / 6483
    E-Mail: fai.lu@evh-pfalz.de
    Sprechzeiten nach Vereinbarung


    Margarete Galvas

     

     

     
  • 20.02.2017 „Mit System zum Erfolg"

    Neuer Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten Stefan Schreiber setzt auf Teilhabe, Kommunikation und neue Tätigkeitsfelder

     

    „Mit System zum Erfolg“„Es hat sich aus meiner Perspektive einiges geändert. Kollegen, mit denen ich vorher auf einer Hierarchieebene zusammen gearbeitet habe, erhalten jetzt Anweisungen von mir. Der Umbruch in den gesetzlichen Rahmenbedingungen erforderte viel Einarbeitungszeit für mich", fasst Stefan Schreiber seine ersten Monate als neuer Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten zusammen. Seit dem 01. Dezember 2016 trägt der 40-Jährige die Verantwortung für die sechs Zweigstellen der anerkannten Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) in Haßloch, Ludwigshafen, Speyer, Landau und Bellheim. Rund 500 Beschäftigten, die aufgrund ihrer psychischen Behinderung derzeit nicht in der Lage sind, einer Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nachzugehen, bieten die Wichern-Werkstätten die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben.


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    Als Einrichtungsleiter ist Schreiber außerdem Vorgesetzter für die 116 Mitarbeiter, die zum Beispiel als Gruppenleiter, im begleitenden Dienst oder in der Werkstattverwaltung tätig sind. Zuvor war Schreiber drei Jahre lang technischer Leiter der Wichern-Werkstätten. „Ich bin Quer-Einsteiger, habe Bauingenieurwesen studiert", erzählt der Familienvater über den Anfang seiner beruflichen Laufbahn. Danach hat er 12 Jahre in einem Ingenieurbüro gearbeitet. Der Südpfälzer erklärt, dass sein früherer Beruf sich zwar inhaltlich von der Arbeit der Wichern-Werkstätten stark unterscheide, betont jedoch gleichzeitig, dass er in seinem damaligen Ingenieurbüro auch mit organisatorischen Aufgaben vertraut war. Ein besonderer Punkt hierbei war das Qualitätsmanagement – organisatorische Maßnahmen, die die Prozessqualität verbessern.


    Diese gesammelten Erfahrungen kamen Schreiber bei seiner ersten Position als technischer Leiter der WfbM sehr zugute, denn auch hier spielt die Organisation eine wichtige Rolle: „In dieser Funktion war ich für die Beschaffung von Produktionsaufträgen und deren Abwicklung zuständig". Dazu gehörte auch die Korrespondenz mit Kunden, die mit ihren Aufträgen für die Wichern-Werkstätten die sinnvolle Beschäftigung der Menschen mit psychischer Behinderung sichern. Zusätzliche Einblicke in die Organisations-Struktur der Wichern-Werkstätten erhielt der Südpfälzer dadurch, dass er im Leitungsteam vertreten war.


    All seine vorherigen Aufgaben als technischer Leiter halfen Schreiber bei seiner Position als Einrichtungsleiter. Gegenüber vorherigen Tätigkeiten sind jetzt neue, übergeordnete Aufgaben wie das Aufnahmeverfahren, der Berufsbildungsbereich und der Arbeitsbereich der Werkstatt im Fokus. Auch mit Personalangelegenheiten und der Auswirkung von gesetzlichen Vorschriften auf den Werkstatt-Alltag muss er sich verstärkt auseinander setzen.


    Besonderen Wert legt der neue Einrichtungsleiter darauf, für seine Mitarbeiter nah und greifbar zu sein sowie aktiv an der Arbeit in den verschiedenen Werkstattgremien teilzunehmen. Was ihn an seiner neuen Tätigkeit als Einrichtungsleiter sehr am Herzen liegt, ist der Bereich „Kommunikation als Führungskraft". „Das ist spannend und gleichzeitig knifflig", freut sich Schreiber angesichts der neuen Herausforderung. Darüber hinaus legt er großen Wert auf den Gesamtprozess der Teilhabe im Sinne des Leitbildes der Evangelischen Heimstiftung Pfalz. „Systematisches Vorgehen, das Ordnen und Einordnen von Sachverhalten macht mir Freude. Ein gut funktionierendes Qualitätsmanagementsystem halte ich dabei für ein nützliches Werkzeug", erklärt der Südpfälzer.


    Für die Zukunft hat der 40-Jährige vor, die vielen bereits gut laufenden Prozesse in den Zweigstellen der Wichern-Werkstätten zu fördern und weitere Tätigkeitsfelder zu erschließen. Dabei ist er sich einiger Herausforderungen durchaus bewusst:"Die Digitalisierung wird sicherlich Auswirkungen auch auf unsere Arbeitsbereiche haben. Ich bin mir aber sicher, dass der Bedarf an Werkstatt-Arbeitsplätzen für Menschen mit psychischer Behinderung weiter steigen wird und die Wichern-Werkstätten auch in den nächsten Jahren einen wichtigen Beitrag für deren Teilhabe am Arbeitsleben leisten können."

    Margarete Galvas

     
  • 26.01.2017 Neujahrsempfang des Berufsbegleitenden Dienstes Kirchheimbolanden

     

    Corinna Besand und Meike Gottinger beim VortragUnter dem Titel „Dann geh' doch mal in Reha ..." hat der Berufsbegleitende Dienst Kirchheimbolanden am 18. Januar 2017 seine Klienten zu einem thematischen Neujahrsempfang in den Ratssaal der Kreisverwaltung eingeladen. Dabei konnten sich diese bei einem Vortrag über Voraussetzungen, Inhalte und Antragsverfahren zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation informieren.

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    „Fragen zu diesen Themengebieten werden uns täglich in den Beratungsgesprächen gestellt", so die zuständige Fachberaterin im Donnersbergkreis, Corinna Besand. ,„Deshalb kamen wir auf die Idee, dieses Thema in einem größeren Vortrag aufzugreifen." Wie Meike Gottinger, Einrichtungsleitung der Fachdienste für Arbeit und Integration, berichtet, hätten die vielen Rückfragen außerdem deutlich gemacht, dass die Klienten bereits unterschiedliche Erfahrungen zu dem Thema gesammelt hätten. „Durch die Veranstaltung konnten wir alle auf einen gleichen Informationsstand bringen, was dann auch Einfluss auf die weitere Beratung haben wird." Die Fragerunde habe darüber hinaus gezeigt, dass weitere Themengebiete, wie etwa Krankengeld, gebe, zu denen sich die Klienten einen Austausch und Information wünschten. Daher seien weitere Veranstaltungen denkbar.

    Der Berufsbegleitende Dienst Kirchheimbolanden ist Teil der Fachdienste für Arbeit und Integration der Evangelischen. Heimstiftung Pfalz und begleitet im Auftrag des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz Menschen mit gesundheitlichen Problemen im Arbeitsleben. Beratungstermine sind nach vorheriger Vereinbarung sowohl in Kirchheimbolanden als auch in Rockenhausen und Eisenberg möglich.


    Kontaktdaten:

    Fachdienste für Arbeit und Integration
    Gasstraße 13
    67292 Kirchheimbolanden
    Tel.: 06352/ 6483
    Link zur Seite des Berufsbegleitenden Dienstes Kirchheimbolanden

     

     
  • 11.01.2017 Erzieher und Lehrer für Situation von Kindern mit suchtkranken Eltern sensibilisieren

     

    Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte an Grundschulen für den Umgang mit Kindern aus suchtbelasteten Familien sensibilisieren möchten die Fachstelle Sucht der Evangelischen Heimstiftung Pfalz in Frankenthal und die Fachstelle Suchtprävention im Haus der Diakonie Ludwigshafen. Unter dem Titel „Kind s/Sucht Familie" bieten sie deshalb am 16. und 17. Februar eine Fortbildung im Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation in Frankenthal (Meergartenweg 24) an.

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    Laut Anja Grey, Präventionskraft in der Fachstelle Sucht Frankenthal, und Annette Schilling von der Fachstelle Suchtprävention der Diakonie in Ludwigshafen, erhalten die Teilnehmer der Fortbildung neben Basisinformationen zum Thema Sucht vor allem Einblicke in die Situation von suchtkranken Eltern und von Kindern in suchtbelasteten Familien. Außerdem sollen sie sich mit der Rolle der Fachkraft in einem suchtbelasteten System auseinandersetzen. Am zweiten Fortbildungstag wird außerdem Viola Luther, Mitarbeiterin beim Kinderschutzdienst und beim Caritas-Zentrum Ludwigshafen über die rechtliche Situation, insbesondere den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung, referieren.

    Studien belegten, dass deutschlandweit rund 2,65 Millionen Kinder unter 18 Jahren mit mindestens einem alkoholkranken Elternteil leben, so Grey und Schilling. Hinzu kämen etwa 40.000 bis 60.000 Kinder mit drogenabhängigen Eltern. Die Zahl von Kindern aus Familien mit stoffgebundenen Süchten oder Medikamentenabhängigkeit seien kaum bekannt. Kinder aus suchtbelasteten Familien hätten ein hohes Risiko, selbst süchtig zu werden oder Ängste, Depressionen und andere psychische Störungen auszubilden. Sie seien deshalb eine wichtige Zielgruppe der Suchtprävention.

    Neben Erziehrinnen, Erziehern und Grundschullehrkräften können nach Absprache auch andere Personen, die beruflich mit Kindern aus suchtbelasteten Familien tätig sind, an der Veranstaltung teilnehmen. Die Fortbildung ist als Modul B für die Grundausbildung Suchtprävention RLP anerkannt. Darüber hinaus wurde ein PL Aktenzeichen beim Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz beantragt und wird nachgereicht.

    Den Flyer mit Anmeldeformular und dem kompletten Ausschreibungstext der Fortbildung finden Sie zum Download unten am Ende des Textes. Ihre Anmeldung schicken Sie bitte bis zum 27. Januar 2017 an:

    Fachstelle Sucht Frankenthal

    z. Hd. Frau Anja Grey
    Bahnhofstr. 38
    67227 Frankenthal
    E-Mail: a.grey(at)evh-pfalz.de
    Fax: 06233/ 9001

     

    Fortbildung "Kind s/Sucht Familie"

     

     
  • 22.12.2016 Bundestagskandidatin informiert sich über Wichern-Werkstätten

     

    Außerdem auf dem Foto (v.l.n.r.): Verwaltungsleiter Bastian Schwalb, Zweigstellenleiterin Kirsten Zepperitz und Thomas Geis (Mitarbeiter von Isabel Mackensen)

     

    Über die Arbeit der Wichern-Werkstätten in Haßloch hat sich die Bundestagskandidatin der SPD für den Wahlkreis Neustadt-Speyer, Isabel Mackensen, informiert. Mackensen besucht derzeit verschiedene soziale Einrichtungen in ihrem Wahlkreis, um deren Arbeit näher kennenzulernen.

     

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    „Die Wichern-Werkstätten bieten derzeit an ihren Standorten in Haßloch, Ludwigshafen, Landau, Speyer und Bellheim rund 500 Menschen mit psychischer Behinderung die Möglichkeit zur Teilhabe am Arbeitsleben", berichtete Verwaltungsleiter Bastian Schwalb. Aufgrund der steigenden Zahl von Menschen mit psychischer Behinderung sei auch der Bedarf an Werkstattarbeitsplätzen in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, hätten die Wichern-Werkstätten im November 2015 das neue Werkstattgebäude in Betrieb genommen, nachdem sie vorher bereits drei Jahre in angemieteten Räumen in Haßloch tätig waren.

    Beim Rundgang durch das Werkstattgebäude zeigte sich Mackensen beeindruckt von der Vielfalt der Bereiche, in denen die derzeit rund 60 Beschäftigten dort arbeiten können. Sie erfuhr, dass in Haßloch Verpackungsarbeiten ausgeführt und Spezialpaletten produziert werden und außerdem die Möglichkeit besteht, in den Bereichen Aktenvernichtung, Hauswirtschaft, Elektroprüfservice oder Wäscherei zu arbeiten. „Im Ort selbst betreiben wir noch eine Bügelannahmestelle und seit Frühjahr auch den Kiosk im Hannah-Arendt-Gymnasium", berichtete Zweigstellenleiterin Kirsten Zepperitz. Weitere Projekte wie die Eröffnung einer Hundetagesstätte seien derzeit in Planung. „Wo ihre persönlichen Fähigkeiten liegen, können die Beschäftigten während der Zeit im Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich herausfinden, die alle während der ersten 27 Monate durchlaufen", so Zepperitz. „Neben der beruflichen Qualifikation und Orientierung bildet dabei die Vermittlung von lebenspraktischen Techniken einen Schwerpunkt."

    Auf die Frage von Mackensen, welche Rolle das Thema Inklusion bei der Arbeit der Wichern-Werkstätten spiele, verwies Schwalb auf die beiden Integrationsassistenten der Wichern-Werkstätten: „Sie sind eigens dazu da, um den Beschäftigten durch Vermittlung in Praktika oder auf Außenarbeitsplätze den Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern." Berücksichtigt werden müsse dabei aber immer, dass der erste Arbeitsmarkt mit seinen verdichteten Arbeitsprozessen für viele Beschäftigte eine hohe Hürde darstelle. „Wenn wir unseren Beschäftigten eine Arbeit bieten können, die ihnen Sinnhaftigkeit und Wertschätzung vermittelt, dann leisten wir damit einen wichtigen Beitrag zur Teilhabe am Leben", so die Einschätzung von Kirsten Zepperitz. „Der Teilhabegedanke beschränkt sich für uns aber nicht nur auf das Arbeitsleben. Wir nehmen den ganzen Menschen in den Blick. Deshalb gehören zu unserem Angebot regelmäßig auch freizeitbegleitende Maßnahmen oder Bildungsangebote für die Beschäftigten."

    Welche Auswirkungen das neue Bundesteilhabegesetz auf die Werkstätten und ihre finanzielle Ausstattung haben werde, muss sich nach Auffassung von Schwalb noch zeigen. „Die Wichern-Werkstätten haben in den über dreißig Jahren ihres Bestehens schon viele Veränderungen miterlebt. Wir werden uns auch dieser Herausforderung stellen."

     
  • 08.12.2016 Goldenes Kronenkreuz für drei langjährige Mitarbeiter der Wichern-Werkstätten

     

    Drei langjährige Mitarbeiter der Wichern-Werkstätten erhalten am 16. Dezember das Goldene Kronenkreuz der Diakonie. Holger Paul, Leiter der beiden Zweigstellen in Speyer, Norbert Robotta, Leiter der Zweigstelle Bellheim, sowie Silvia Braun, Reinigungskraft in der Zweigstelle Ludwigshafen der Werkstätten für Menschen mit psychischer Behinderung, werden im Rahmen der Weihnachtsfeier der Wichern-Werkstätten in Ludwigshafen die Ehrung aus den Händen von Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr in Empfang nehmen. Mit dem Goldenen Kronenkreuz würdigt das Diakonische Werk eine langjährige Tätigkeit im Bereich der Diakonie.

     

     

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    Holger Paul hat sich gleich nach Ende seines Studiums für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung entschieden. Im Jahr 1990 begann er als Gruppenleiter in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Diakonie Bad Kreuznach. Nach einem kurzen Abstecher in die Werkstatt des Diakonissenhauses Berlin-Teltow kam er 1995 ins Ludwigshafener Wichern-Institut, wo er im Bereich Gärtnerei als Ausbilder für die psychisch kranken Rehabilitanden arbeitete. Zwei Jahre später wechselte er in die Zweigstelle der Wichern-Werkstätten nach Speyer und baute dort eine Gärtner-Gruppe auf. Als die Wichern-Werkstätten 1998 in Bellheim eine neue Zweigstelle eröffneten, wurde Paul deren Betriebsstättenleiter bevor er 2001 nach Speyer zurückkehrte. Seit 2010 leitet Paul die beiden Speyerer Zweigstellen der Wichern-Werkstätten im Sankt-Klara-Kloster-Weg und in der Draisstraße. „Ich möchte für die bei uns beschäftigten Menschen mit Behinderung etwas erreichen und ihnen einen Platz zu bieten, an dem sie sich wohlfühlen und einen sinnvollen Tag verbringen können," beschreibt der 53-jährige, was ihm bei seiner Arbeit wichtig ist. Langweilig wird die ihm auch nach über 25 Jahren nicht: „Die Arbeit mit Menschen, das gemeinsame Suchen nach Lösungen und auch die Mitarbeit im Leitungsteam der Wichern-Werkstätten sorgen dafür, dass mein Alltag abwechslungsreich bleibt."

    Norbert Robotta leitet seit 2010 die Zweigstelle in Bellheim und war davor bereits 17 Jahre lang Leiter der Zweigstelle in der Speyerer Draisstraße. „Den Aufbau der Zweigstelle dort mit zu verantworten und zu gestalten hat mir sehr viel Spaß gemacht" erzählt der 57-jäjrige im Rückblick. Nach einer Ausbildung zum Werkzeugmacher und mehr als zehn Jahren Tätigkeit in der Industrie war Robotta im März 1991 zu den Wichern-Werkstätten nach Ludwigshafen gewechselt und dort zunächst als Gruppenleiter in verschiedenen Arbeitsbereichen für die Betreuung und arbeitstechnische Anleitung der psychisch behinderten Beschäftigten zuständig. Die Arbeit für und mit Menschen habe ihm schon immer am Herzen gelegen und bei den Wichern-Werkstätten habe er die Möglichkeit bekommen, sein technisches Interesse mit sozialem Engagement zu verbinden, begründet Robotta seine damalige Entscheidung. Die Chance, Menschen in ihrer Persönlichkeit und ihrer Entwicklung unterstützen zu können sieht Robotta nach wie vor als großes Plus in seinem Beruf. Zugleich sieht er sich als Zweigstellenleiter aber auch in der Verantwortung für den betriebswirtschaftlichen Erfolg. Dem langjährigen Qualitätsbeauftragten der Wichern-Werkstätten liegt es deshalb ein Anliegen, die Qualität der Arbeit auf einem hohen Level zu halten und kontinuierlich zu verbessern. „Dabei", so betont er, „steht jedoch der Mensch immer Mittelpunkt unseres Handelns."

    Seit 25 Jahren kümmert sich Silvia Braun als Reinigungskraft um die Sauberkeit in der Ludwigshafener Zweigstelle der Wichern-Werkstätten. Als Braun dort 1991 anfing, waren die Werkstätten noch Teil des benachbarten Wichern-Instituts. „Eine Freundin, die wusste, dass ich gerade eine neue Stelle suche, hat mir damals erzählt, dass da jemand gesucht wird", erzählt die gebürtige Ludwigshafenerin. Als Elternzeitvertretung habe sie damals angefangen, so Braun, dann eine Festanstellung bekommen, anfangs auch noch in der Hauswirtschaft des Wichern-Instituts gearbeitet, bevor sie dann endgültig in die Werkstatt in der Schillerstraße gewechselt sei. „Ich bin in gewisser Weise Mädchen für alles", versteht die 54-jährige ihre Tätigkeit nicht auf die bloßen Reinigungsarbeiten begrenzt. Geblieben ist sie all die Jahre auch deshalb, weil ihr der Kontakt mit den Werkstattbeschäftigten viel Freude bereitet. „Es ist schön, wenn die Leute zu einem kommen und wir dann einen Spaß miteinander machen können. Und in der Werkstatt lernt man immer wieder viele neue Leute kennen."

     
  • 05.12.2016 Einblicke in vielfältiges Jugendhilfeangebot

    Was bietet die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Frankenthal? Wie werden Kinder und Jugendliche an Entscheidungen in einer Jugendhilfeeinrichtung beteiligt? Und wie werden die Eltern in die pädagogische Arbeit einer Wohngruppe mit einbezogen? Über all diese Themen berichtet die aktuelle Ausgabe von „Fokus Mitmensch", der Beilage der Evangelischen Heimstiftung Pfalz zum „Evangelischen Kirchenboten", die am 4. Dezember erschienen ist.

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    Ebenfalls in der Ausgabe finden sich Informationen zum Umbau der Ausbildungswerkstätten im Jugendhof Haßloch und zur bevorstehenden Neueröffnung eines Mutter-Kind-Hauses im Evangelischen Kinder- und Jugendheim Stauf. Leser erfahren außerdem welche umfangreichen Vorarbeiten erforderlich sind, bis eine neue Wohngruppe eröffnet werden kann. Der stellvertretende Geschäftsführer und Bereichsleiter Kinder- und Jugendhilfe der Evangelischen Heimstiftung Pfalz, Michael Beck, geht in einem ausführlichen Interview auf aktuelle Entwicklungen in seinem Bereich wie die geplante Änderung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes ein.

    „Fokus Mitmensch" erscheint in der Regel zweimal jährlich, meistens im Frühjahr und im Herbst, als Beilage zum „Evangelischen Kirchenboten". Die aktuelle Ausgabe, „Fokus Mitmensch 20", finden Sie auch als PDF im Download-Bereich auf dieser Seite. Mehr zum „Evangelischen Kirchenboten" erfahren Sie unter www.evangelischer-kirchenbote.de.

     
  • 25.11.2016 „Viel für Menschen mit Behinderung aufgebaut"

    Roland Balthasar, langjähriger Leiter der Wichern-Werkstätten, in den Ruhestand verabschiedet

     
    Bei der Verabschiedung von Roland Balthasar in DeidesheimMit einer Feier in seinem Heimatort Deidesheim hat die Evangelische Heimstiftung Pfalz heute den langjährigen Einrichtungsleiter ihrer Wichern-Werkstätten, Roland Balthasar, in den Ruhestand verabschiedet. Insgesamt 30 Jahre hatte Balthasar die Werkstätten für Menschen mit psychischer Behinderung bei der Evangelischen Heimstiftung Pfalz geleitet. Mit seinem Willen, immer wieder Prozesse anzustoßen, seiner Tatkraft und seinem starken Charakter habe Balthasar vieles in den Wichern-Werkstätten zum Wohle der dort beschäftigten Menschen mit Behinderung aufgebaut, würdigte Oberkirchenrat Manfred Sutter das „große Engagement und reife Lebenswerk" des scheidenden Einrichtungsleiters.

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    „Die Wichern-Werkstätten und Roland Balthasar, das waren bisher zwei Seiten einer Medaille, die zusammengehören. Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass es jetzt nicht mehr so ist," so Sutter weiter in seiner Laudatio. Der Vorstandsvorsitzende der Heimstiftung erinnerte daran, dass die Wichern-Werkstätten unter Balthasars Leitung kontinuierlich gewachsen seien und heute an ihren Standorten in Haßloch, Ludwigshafen, Landau, Speyer und Bellheim mehr als 500 Menschen mit psychischer Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen. Dieses Wachstum sei jedoch nicht vergleichbar mit der Expansion eines Wirtschaftsunternehmens, sondern vor allem eine Reaktion auf den steigenden Bedarf an Werkstatt-Arbeitsplätzen für Menschen mit psychischer Behinderung. „Menschen die Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, die dazu außerhalb der Werkstatt keine Chance hätten, gehört zum diakonischen Auftrag, dem sich die Heimstiftung verpflichtet weiß", betonte Sutter. An der Verwirklichung dieses Auftrags habe Balthasar in all den Jahren sehr tatkräftig mitgearbeitet.

    Dr. Michael Köbler, Mitglied im Vorstand der Landearbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz e.V., nutzte sein Grußwort zu, einer Standortbestimmung für den Bereich der Werkstätten. Bei ihrer Gründung in den 1970er Jahren als sozialpolitischer Meilenstein gefeiert, seien die Werkstätten für Menschen mit Behinderung zurzeit mehr denn je in die Kritik geraten. Vorgeworfen werde ihnen vor allem eine mangelnde Durchlässigkeit auf den ersten Arbeitsmarkt sowie fortwährend steigende Kosten aufgrund einer stetig wachsenden Zahl von Werkstatt-Beschäftigten. Übersehen werde dabei, dass für die meisten der bundesweit derzeit rund 300.000 Werkstatt-Beschäftigten die Werkstatt für Menschen mit Behinderung die einzige Möglichkeit sei, berufliche und gesellschaftliche Teilhabe zu erleben. Die Wichern-Werkstätten seien nicht zuletzt dank Roland Balthasar ein gutes Beispiel für die Durchlässigkeit, Bildungs- und Teilhabeorientierung einer modernen Werkstatt für Menschen mit Behinderung.

    Stellvertretend für die Einrichtungsleiter-Kollegen bei der Heimstiftung erinnerte der Leiter des Evangelischen Kinder-und Jugendheims Stauf Jürgen Freund an die langjährige Zusammenarbeit. Wie Freund erzählte, hätten er und Balthasar 1982 fast gleichzeitig im damals gerade erst gestarteten Wichern-Institut angefangen, Balthasar als Schreinermeister, Freund als Bezugstherapeut im Wohnbereich. Auch nachdem er an eine andere Einrichtung gewechselt sei, habe er das stete Vorwärtskommen der Wichern-Werkstätten, gepaart mit wirtschaftlichem Erfolg, immer beobachtet und bewundert, so Freund weiter An seinen langjährigen Kollegen gewandt sagte er: „Dein Name wird lange mit dem Erfolgsmodell Wichern-Werkstätten verbunden sein."

    Auch die MAV-Vorsitzende der Wichern-Werkstätten, Gudrun Weber, konnte auf eine lange gemeinsame Geschichte mit ihrem Einrichtungsleiter zurückblicken. Vor 32 Jahren, berichtete sie in ihrem Grußwort, habe sie bei Roland Balthasar eine Schreinerlehre begonnen. Dabei habe sie gelernt, wie Handwerk und soziales Handeln miteinander verknüpft werden können. Aus der damals kleinen Werkstatt habe Balthasar eine renommierte Einrichtung gemacht, die er mit seinen Visionen geprägt habe. Dabei sei er stets ein guter Chef gewesen, der sicher manche Ecken und Kanten hatte, andererseits aber oft auch für schnelle und menschliche Lösungen offen gewesen sei. Als Vertreter des Werkstattrats bedankte sich Peter Platz für die gute Zusammenarbeit mit der Interessenvertretung der in den Wichern-Werkstätten beschäftigten Menschen mit Behinderung und wünschte dem scheidenden Einrichtungsleiter, er möge die Zeit seines Ruhstandes so bunt gestalten wie es seine Kleidung immer war.

    In seinem mit besonders lang anhaltenden Beifall bedachten Schlusswort bedankte sich Roland Balthasar für alle Arten von Begegnungen in den hinter ihm liegenden Jahren. Seinem Nachfolger Stefan Schreiber, bisher als Technischer Leiter bei den Wichern-Werkstätten insbesondere für Auftragsakquise und Angebotskalkulation verantwortlich, wünschte er eine glückliche Hand bei seinen Entscheidungen.


    Unterbrochen wurden die Grußworte durch Video-Einspielungen, in denen Mitarbeiter und Beschäftigte aus den Werkstätten von gemeinsamen, oft heiteren Erlebnissen mit Balthasar berichteten und dabei mehr als einmal den trockenen Humor erwähnten, der diesen ausgezeichnet habe. Für die musikalische Umrahmung sorgte die in Frankenthal lebende Sängerin Jana Siebert mit vier gefühlvoll vorgetragenen deutschen Pop-Songs.

     
  • 23.11.2016 Wichern-Werkstätten erstmals beim Deidesheimer Weihnachtsmarkt

     
    Nur eines von zahlreichen Modellen der laWi-KollektionIhre laWi-Taschenkollektion werden die Wichern-Werkstätten in diesem Jahr erstmals auch auf dem Deidesheimer Weihnachtsmarkt anbieten. Die Angebotspalette der farbefrohen, aus hochwertigem Tuchloden in Handarbeit hergestellten Taschen beinhaltet neben Umhängetaschen in verschiedenen Größen auch passende Modelle für Handy, Tablet oder E-Book-Reader.
     

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    „Wir freuen uns sehr, dass wir die Zusage für einen der begehrten Stände beim Deidesheimer Advent bekommen haben," freut sich Stefan Schreiber, Leiter des Technischen Dienstes der Wichern-Werkstätten und ab 1. Dezember deren Einrichtungsleiter. Schließlich habe die Weihnachtsmarkt-Kommission die Werkstätten für Menschen mit psychischer Behinderung aus einer sehr großen Zahl von Bewerbern ausgewählt.

    Die „la Wi"-Taschen werden seit 2010 in der Stickerei und Taschenmanufaktur der Landauer Zweigstelle der Wichern-Werkstätten produziert. Besonderer Clou der Taschenfamilie sind die verschiedenfarbigen Taschenklappen, die sich bei den meisten Modellen dank eines Klettverschlusses beliebig austauschen lassen und es so ermöglichen, die Taschen farblich auf den individuellen Stil oder den jeweiligen Anlass abzustimmen. Eine Übersicht über die laWi-Taschenkollektion finden Sie hier

    Der Deidesheimer Weihnachtsmarkt findet an den vier Adventswochenenden jeweils von Freitag bis Sonntag statt und ist freitags ab 17 Uhr, samstags ab 14 Uhr und sonntags ab 11 Uhr geöffnet. Die Stände schließen an allen Tagen jeweils um 21 Uhr.

     

     
  • 15.11.2016 Abschied nach dreißig Jahren Werkstatt-Leitung

     

    Geht Ende November in RuhestandDreißig Jahre hat Roland Balthasar die Werkstätten für Menschen mit psychischer Behinderung bei der Evangelischen Heimstiftung Pfalz geleitet. Aus einem Werkstattbereich mit 20 Arbeitsplätzen, der ursprünglich an das Ludwigshafener Wichern-Institut angegliedert war, hat sich in dieser Zeit mit den Wichern-Werkstätten eine eigenständige Einrichtung entwickelt, die heute mehr als 500 Menschen mit psychischer Behinderung die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht und Standorte in Haßloch, Ludwigshafen, Landau, Speyer und Bellheim unterhält. Ende des Monats geht Balthasar nun in den Ruhestand. Am 25. November wird er in einer Feierstunde im „Schmieders" in Deidesheim offiziell verabschiedet.

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    Als Gruppenleiter in der Schreinerei des Ludwigshafener Wichern-Instituts hatte Balthasar am 1. August 1982 bei der Evangelischen Heimstiftung Pfalz angefangen. Nicht nur für den frisch gebackenen Schreinermeister und ausgebildeten Vermessungstechniker war die Arbeit mit psychisch kranken Menschen damals Neuland. Auch das Wichern-Institut selbst hatte erst wenige Monate zuvor als bundesweites Modellprojekt für die medizinisch-berufliche Rehabilitation von psychisch kranken Menschen seine Arbeit aufgenommen. „Ich wollte damals nicht mehr unbedingt ins klassische Handwerk zurück. Das mit der Stelle im Wichern-Institut habe sich dann so ergeben und war von mir erst mal nur für ein Jahr geplant," erzählt der 63-jährige im Rückblick.

    Dass daraus schließlich 34 Jahre wurden, habe viel damit zu tun, dass es ihm die ganzen Jahre über möglich gewesen sei, Prozesse zu gestalten und immer wieder Neues anzufangen. „Ich bin kein Verwalter. Mir war wichtig, dass immer etwas voran geht", beschreibt Balthasar sich selbst. So wurde ihm 1986 die Werkstattleitung im Wichern-Institut übertragen. Um dem steigenden Bedarf an Werkstatt-Arbeitsplätzen für Menschen mit psychischer Behinderung gerecht werden zu können, eröffnete ein Jahr später in Speyer die erste Außenstelle. In den Folgejahren kamen weitere Standorte in Speyer, Bellheim und Landau dazu. Schließlich entschied der Stiftungsrat der Heimstiftung, den Werkstattbereich zum 1. Januar 2000 aus dem Wichern-Institut auszugliedern und als eigene Einrichtung weiterzuführen. Zum Einrichtungsleiter wurde Roland Balthasar ernannt.

    Stetig verändert hätten sich neben der Werkstatt über die Jahre auch die Rahmenbedingungen, sagt Balthasar: „Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt sind für die Beschäftigten heute deutlich schwieriger als früher. Im Gegenteil: der Arbeitsmarkt drängt immer mehr Leute raus." Seit etwa zehn Jahren kämen außerdem immer mehr jüngere Menschen mit psychischer Behinderung in die Wichern-Werkstätten. Auch dank seiner Ämter in überregionalen Gremien hatte Balthasar dabei immer die aktuellen Entwicklungen im Blick. So war er lange aktiv beim Bundeverband evangelische Behindertenhilfe, nahm mehrmals als Delegierter an der Jahreshauptversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen teil und leitete als Vorsitzender die Arbeitsgruppe Werkstätten für Menschen mit Behinderung bei der Arbeitsgemeinschaft Diakonische Behindertenhilfe und Psychiatrie Rheinland-Pfalz.

    Die letzte große organisatorische Veränderung, bei der Balthasar selbst mitgewirkt hat, war Anfang des Jahres die Einweihung des neuen Werkstattgebäudes in Haßloch und die Verlegung der zentralen Verwaltung von Ludwigshafen an den neuen Standort. Nun will er in seinem Ruhestand erst einmal ein Stück Distanz gewinnen zu seiner bisherigen Arbeit: „Nach 34 Jahren gibt es da doch eine dichte emotionale Bindung zu den Wichern-Werkstätten, das muss ich erst mal etwas auf Abstand bringen." Außerdem will sich der Deidesheimer nun vor allem den Dingen widmen, die einfach gut tun. Wer sein Nachfolger bei den Wichern-Werkstätten wird, steht bereits fest: Stefan Schreiber, der seit 2013 als Technischer Leiter bei den Wichern-Werkstätten insbesondere für Auftragsakquise und Angebotskalkulation verantwortlich war, wurde vom Stiftungsrat der Evangelischen Heimstiftung Pfalz zum neuen Einrichtungsleiter ernannt.

     

     
  • 11.11.2016 Fachtagungen zu den Themen „Sucht und Psychose" und „Legal Highs"

    Der Einrichtungsleiter des Rehabilitationszentrums am Donnerberg in Kirchheimbolanden, Dr. Uwe Reinert, hat in Zusammenarbeit mit Dr. Gerlinde Piepenhagen vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen Rheinland-Pfalz, am 26. Oktober eine Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Krankenkassen aus Rheinland-Pfalz und Saarland durchgeführt. Thema der Veranstaltung, die im Rehabilitationszentrum am Donnersberg stattfand, war die medizinische Rehabilitation bei Rehabilitanden mit Doppeldiagnosen in Kirchheimbolanden.

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    Anhand von Fallbesprechungen und durch die Vorstellung zweier Rehabilitanden erläuterte Dr. Reinert das neue Rehabilitationskonzept seiner Einrichtung, insbesondere das Modul Sucht und Psychosen, und beantwortete viele Fragen. Anschließend konnten die Krankenkassen-Mitarbeiter bei einer Führung durch die Räumlichkeiten das Rehabilitationszentrum am Donnersberg näher kennenlernen. Die Teilnehmer waren von der Veranstaltung und dem Rehabilitationszentrum sehr begeistert.

    Eine weitere hochkarätige Veranstaltung – diesmal zum Thema „Legal Highs" - fand am 28. Oktober im Justizministerium in Mainz statt. Auch hier gehörte Dr. Uwe Reinert vom Rehabilitationszentrum am Donnersberg zu den Referenten, außerdem Dr. Jörg Röhrich vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz sowie Sandra Neu, Oberstaatsanwältin beim rheinland-pfälzischen Justizministerium. Im Mittelpunkt des Referats von Dr. Reinert standen praktische Erfahrungen mit den neuen psychoaktiven Substanzen (NPS) und synthetischen Drogen im Rahmen der stationären medizinischen Rehabilitation. Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fachtagung waren Richterinnen und Richter der Strafgerichtsbarkeit und Dezernentinnen und Dezernenten verschiedener Justizvollzugseinrichtungen.

     
  • 03.11.2016 Vernetzung von Suchtkrankenhilfe und Behindertenhilfe diskutiert

    Beratungsstellenbesuch Matthias RöschMöglichkeiten zu einer besseren Vernetzung von Behindertenhilfe und Suchtkrankenhilfe, aber auch aktuelle Probleme bei der Finanzierung der Suchtberatungsstellen standen im Mittelpunkt eines Gesprächs von Vertretern der Landesstelle für Suchtfragen mit dem rheinland-pfälzischen Landesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, Matthias Rösch, das am 26. Oktober in der Fachstelle Sucht in Landau stattfand.

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    „Rösch war auf Einladung der Landesstelle für Suchtfragen nach Landau gekommen, um sich über die Arbeit der Suchtberatungsstellen zu informieren. Insgesamt 1272 Klienten hätten die drei Suchtberatungsstellen der Evangelischen Heimstiftung Pfalz in Landau, Frankenthal und Neustadt an der Weinstraße im vergangenen Jahr betreut, berichtete deren Leiterin Meike Gottinger, die am Beispiel ihrer Einrichtung exemplarisch die Arbeit in der Suchtberatung erläuterte. Neben der Regelberatung gebe es in den Einrichtungen der Heimstiftung spezielle Fachdienste für pathologisches Glücksspiel, frauenspezifische Suchtarbeit, Prävention sowie Niedrigschwellige Angebote. Ute Zillmann, Bereichsleitung Suchttherapie in der Nidro Beratungsstelle Germersheim, informierte ergänzend über die Beratungstätigkeit des Therapieverbundes Ludwigsmühle. Das Angebot an Selbsthilfegruppen und die Präventionsarbeit des Blauen Kreuzes in Landau stellte dessen Vorsitzender, Rainer Hehl, vor. Menschen mit Behinderung seien sowohl in der Beratungsstelle als auch in den Selbsthilfeangeboten bisher eher selten anzutreffen, so die Erfahrung von allen dreien.

    Informationsmaterialien in leichter Sprache, Kontakte mit dem Landesverband der Gehörlosen wegen dem Einsatz von Gebärdendolmetschern, eine Erhebung über den Stand der Barrierefreiheit in den Beratungsstellen oder eine Zusammenarbeit mit den regionalen Behindertenverbänden, all das könnten für Matthias Rösch erste Schritte sein, um mögliche Barrieren abzubauen, die Menschen mit Behinderung bisher den Zugang zu den Angeboten der Beratungsstellen erschweren. Rudi Barth, Referatsleiter Psychiatrie und Sucht beim Caritasverband für die Diözese Trier, benannte darüber hinaus auch strukturelle Probleme: „Bisher denken wir Suchthilfe und Behindertenhilfe noch zu sehr als separate Säulen in der Hilfelandschaft. Das müssen wir aufbrechen." Im Bereich der stationären Suchtkrankenhilfe sei die Durchlässigkeit zwischen beiden Bereichen schon weiter ausgeprägt, insbesondere psychische Behinderungen seien dort bereits stärker im Blick, so die Erfahrung von Sibylle Reiter, Bereichsleiterin für den Bereich Suchtkrankenhilfe bei der Evangelischen Heimstiftung Pfalz. Bessere Chancen für Suchtkranke, Angebote der Eingliederungshilfe zu nutzen, wünschte Regina Seibel-Schnell, stellvertretende Vorsitzende der Liga der freien Wohlfahrtspflege. Sinnvoll seien etwa die Öffnung von Integrationsbetrieben und die Möglichkeit einer unterstützenden Beschäftigung auch für Suchtkranke.

    In der Suchtberatung geht uns finanziell langsam die Luft aus", benannte der Vorsitzende der Landesstelle für Suchtfragen, Achim Hoffmann, gleich zu Beginn eines der derzeit drängendsten Probleme des Arbeitsbereichs. Ursache sei der hohe Anteil von im Schnitt 40 Prozent der anfallenden Kosten, den die Träger von Suchtberatungsstellen selbst übernehmen müssten. Die Landesstelle fordere deshalb, dass die Träger Einnahmen, die sie durch zusätzliche fachliche Angebote wie Ambulante Rehabilitation oder Führerscheinkurse erzielen, in vollem Umfang zur Finanzierung ihres Eigenanteils nutzen können. Momentan dürfe ein Träger maximal 15 Prozent seines Eigenanteils über solche Erträge erwirtschaften. Erzielt er höhere Erträge, würden diese bei der Bezuschussung abgezogen. „Nach unserer Auffassung ließe die Landeshaushaltsordnung eine solche Regelung durchaus zu", so Hoffmann. „In Baden-Württemberg, das eine vergleichbare Haushaltsordnung hat, gibt es die von uns geforderte Regelung bereits."

     

     
  • 28.10.2016 Suchtprävention im Kino

    Rund 1200 Schüler bei zweiten Ludwigshafener JugendFilmTagen

    Hier sprechen die Jugendlichen z. B. über Motiven zum Konsum von Alkohol und NikotinMit Kinofilmen und Mitmach-Aktionen Schüler über die Gefahren von Alkohol und Nikotin aufklären – das wollen die JugendFilmTage, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) jetzt zum zweiten Mal in Ludwigshafen veranstaltet wurden. Rund 1200 Schüler aus Ludwigshafen, Frankenthal und dem Rhein-Pfalz-Kreis kamen dazu am 27. und 28. Oktober in den CineStar-Filmpalast im Ludwigshafener Walzmühl-Center. Die Fachstelle Sucht Frankenthal der Evangelischen Heimstiftung Pfalz war einer der lokalen Kooperationspartner bei der Veranstaltung.

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    „Schon die ersten Jugendfilmtage vor vier Jahren kamen sehr gut an. Jetzt haben wir noch mal mehr Resonanz. Wir sind quasi ausgebucht", freute sich Annette Schilling, die im Haus der Diakonie Ludwigshafen für die Suchtprävention zuständig ist, beim Pressegespräch zur Eröffnung. „Wir konnten diesmal auch viele Förderschulen und Realschulen Plus erreichen, außerdem werden zwei Flüchtlingsgruppen teilnehmen."

    Zwischen 200 und 250 Schüler waren zu den einzelnen Filmen jeweils angemeldet. Bereits eine Stunde vor der Filmvorführung konnten sie sich im Kino-Foyer an acht Mitmach-Stationen mit den Themen Nikotin und Alkohol auseinandersetzen. „Die Filme selbst sind keine Präventionsfilme im eigentlichen Sinn, sondern deutsche und amerikanische Spielfilme, die mit ihrer Handlung an die Lebenswelt von Jugendlichen anknüpfen und zur Auseinandersetzung mit dem Thema Rauchen und Alkohol anregen", erläuterte Bettina Brünner von der BZgA. „Auf jeden Fall brauchen die Filme dann noch eine Nachbereitung im Unterricht." Bereits im September hatte deshalb eine Schulung für Lehrkräfte stattgefunden, bei der diese mit Methoden der Suchtprävention vertraut gemacht wurden und ein Manual zur Nachbereitung der Filmwoche erhielten. Weitere Materialien gab es am Info-Point für Lehrkräfte, der während der beiden Tage im Kino-Foyer eingerichtet war.

    Multiplikatorenschulungen seien generell ein Schwerpunkt bei der Präventionsarbeit, erläuterte Anja Grey vom Fachdienst Prävention der Fachstelle Sucht Frankenthal. Ein Beispiel sei das Projekt MOVE zur motivierenden Kurzzeitintervention bei konsumierenden Jugendlichen, bei dem Kontaktpersonen von Jugendlichen in der Gesprächsführung über Suchtverhalten geschult werden. „Hier bei den Jugendfilmtagen haben die Schüler die Möglichkeit, die Ansprechpartner vor Ort kennen zu lernen, an die sie sich bei Suchtproblemen wenden können", so Grey weiter. „Das senkt die Hemmschwelle, sich bei Bedarf dort dann auch Hilfe zu suchen."

    „Mit den Jugendfilmtagen wollen wir auch als Stadt ein Zeichen dafür setzen, dass uns das Thema Suchtprävention wichtig ist.", betonte Verena von Hornhardt vom Rat für Kriminalitätsverhütung der Stadt Ludwigshafen. Erfolgreiche Präventionsarbeit sei gleichzeitig nur machbar durch möglichst viele Kooperationen. Kooperationspartner bei den JugendFilmTagen war neben dem CineStar-Filmpalast unter anderem die pronova BKK, die sich bereit erklärt hatte, die Eintrittsgelder in Höhe von drei Euro pro Person zu übernehmen. An den Mitmachständen waren Studierende der Ludwigshafener Fachschule für Sozialwesen und Auszubildende der BASF im Einsatz. „Das sind Tutoren, die wir in jedem unserer Ausbildungsjahrgänge als Ansprechpartner für die Suchtprävention wählen", erläuterte Oliver Eichhorn von der Sozialberatung der BASF. „Wenn jemand Suchtprobleme hat, bekommt das erfahrungsgemäß sein direktes Umfeld am schnellsten mit und es ist hilfreich, wenn dann auch aus der Peer-Group Ansprechpartner da sind, die helfen können."

    „Dass Präventionsarbeit wirkt, zeigen die Zahlen der jüngsten Drogenaffinitätsstudie", so Bettina Brünner. „Rauchen gehört in Deutschland nicht mehr zum Lebensgefühl junger Menschen. Der Anteil rauchender junger Menschen hat sich in den letzten 15 Jahren um zwei Drittel verringert und liegt mit einer Raucherquote von 7,8 Prozent bei den 12- bis 17-jährigen derzeit auf einem historischen Tiefstand." Der Konsum von E-Zigaretten und Shisha werde von der BZgA kritisch beobachtet, weil diese Produkte als Einstieg in den Zigarettenkonsum dienen könnten. Auch der Alkoholkonsum nehme bei den Jugendlichen erfreulicherweise kontinuierlich ab, und zwar sowohl die Zahlen beim Rausch-Trinken als auch die der wöchentlich Alkohol konsumierenden Jugendlichen.

     
  • 05.10.2016 Gesundheitstag zum Thema „Rücken Vital"

     

    Wie kann ich bei der Arbeit oder zu Hause meinen Körper entspannen und trainieren? Wie vermeide oder beseitige ich Verspannungszustände und Rückenleiden? Diese Fragen beschäftigten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms beim diesjährigen Gesundheitstag der Einrichtung.

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    Referentin Sandra Zebrowski, ausgebildete Yogalehrerin und häufig in Firmen für Gesundheits-Workshops angefragt, verschaffte sich während der Vorstellungsrunde zunächst ein Bild über die Tätigkeiten und körperlichen Belastungen der einzelnen Mitarbeiter. Nach Informationen zum Aufbau der Wirbelsäule und deren Funktion für den Körper und dessen Bewegungsmöglichkeiten folgte dann der praktische Teil: anhand von einfachen Übungen demonstrierte Sandra Zebrowski, was jeder einzelne tun kann, um im Verlauf des Arbeitsalltags oder in seiner Freizeit seinen Körper zu entspannen, zu trainieren und Verspannungszustände oder gar ein Rückenleiden zu vermeiden.

    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten viel Spaß bei den Übungen und diskutierten rege mit der Referentin. Am Ende des Gesundheitstages gingen alle Teilnehmer ganz entspannt an ihre Arbeitsplätze zurück. Die Mitarbeitervertretung des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms, die den Gesundheitstag organisiert hatte, plant, in Kooperation mit der Einrichtungsleitung auch im nächsten Jahr wieder einen Gesundheitstag anzubieten.

     
  • 23.09.2016 Getrommelte Anfeuerung beim Nibelungenlauf

     

    Inzwischen schon ein fester Bestandteil beim Wormser Nibelungenlauf
    Am Sonntag, 11. September 2016, fand in Worms der 13. Nibelungenlauf statt. Auch das gruppenübergreifende Trommelensemble des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms durfte hierbei nicht fehlen. Wie schon in den Jahren zuvor hatte der Veranstalter die Gruppe eingeladen, sich wieder zu beteiligen.

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    Um 10 Uhr begann der Lauf durch die Wormser Innenstadt. Die Trommelgruppe begeisterte bei sonnigem Wetter die Teilnehmer und das Publikum sowohl mit eingeübten als auch mit spontan improvisierten Trommeleinheiten. Elf Kinder und Jugendliche feuerten die 2160 Läuferinnen und Läufer mit energetischen Rhythmen an. Besonders die Schüler unter den Läufern wurden dabei lautstark unterstützt.

    Für die Kinder der Trommlergruppe ist es immer wieder ein besonderes Highlight, mitten in Worms trommeln zu dürfen und die zahlreichen Läufer, meist applaudierend oder mit hochgereckten Daumen, auf sich zukommen zu sehen. Auftritte dieser Art sind wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit, zeigen sie doch den Kindern auf, wofür es sich lohnt am Ball zu bleiben und kontinuierlich zu üben. Neben dem Spaß, tanken die jungen Trommler auch noch jede Menge Selbstvertrauen, und ein Eis darf es an so einem heißen Tag natürlich auch noch sein.

     
  • 21.09.2016 Wormser Trommelgruppe bereichert Mittelalter-Spektakel in Waldsee

     

    Auftritt beim Mittelalterspektakel in Waldsee  Einen ganzen Sonntag über zeigten die Kinder aus der Trommelgruppe des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms und ihre Betreuer auf dem Mittelalter-Spektakel in Waldsee ihr Können. Nur durch kurze Pausen unterbrochen begeisterten sie spürbar die Besucher. Immer wieder hörte man anerkennende Beifallsbekundungen und rhythmisches Mitklatschen. Von den Organisatoren der Veranstaltung gab es dafür ein großes Dankeschön: der Gesamterlös der Veranstaltung wurde in diesem Jahr an das Evangelische Jugendhilfezentrum Worms gespendet.

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    Begeistert von den Darbietungen der Trommelgruppe bei früheren Auftritten hatten die Organisatoren des Mittelalterfestes die Kinder und Jugendlichen für einen Auftritt in diesem Jahr gebucht. Mit ihrer Leistung, der guten Laune und ihrem Durchhaltevermögen erspielten sich die jungen Trommler auch in Waldsee die Anerkennung der Besucher. Auch an die zur Veranstaltung passende Kleidung hatte die Trommlergruppe gedacht und schon Wochen vorher Kostüme geschneidert und angepasst.

    Immer wieder bezog die Trommelgruppe Kinder aus dem Publikum mit ein, die sich an den Rhythmusgeräten ausprobieren konnten. Hemmschwellen wurden dabei dank der motivierenden Einladungen durch die Trommler und ihre Betreuer spielend überwunden. Begeisterte Augen der Neumusiker und stolze Eltern waren das Ergebnis. Auch von den Kindern aus Worms hatten sich viele Eltern auf den Weg nach Waldsee gemacht, um ihre Darbietung zu unterstützen. Überhaupt stieß das Mittelalter-Spektakel auf reges Interesse. Der Besucherandrang am Sonntag war groß und die Veranstalter sehr zufrieden.

    Selbstverständlich konnten auch die Teilnehmer der Trommelgruppe selbst in die Welt des Mittelalters eintauchen und sich an den Darbietungen erfreuen. Besondere Begeisterung zeigten sie bei den Vorführungen von Schwertkämpfen und asiatischer Kampfkünste. Daneben gab es Einblicke in die Schmiedetechnik zur Fertigung der Schwerter, Vorführungen der Spindeltechnik zur Herstellung von Stoffen, aber auch das mühsame Flechten von Tragegefäßen mit Originalwerkzeugen weckte Interesse für die mittelalterliche Zeit. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Schupfnudeln mit Krautsalatwaren waren dabei der Renner und rundeten die Veranstaltung ab.

    Das Üben für Auftritte wie in Waldsee ist integraler Bestandteil bei der didaktischen Wochenplanung für die Kinder der Trommelgruppe. Diese werden in zwei Tagesgruppen des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms betreut. Weil es den Kindern neue Erfahrungen ermöglicht, eine erhöhte Selbstwirksamkeit erleben lässt und ein verbessertes Sozialverhalten auf der Grundlage eines gesteigerten Selbstwertes fördert ist Trommeln dort schon seit einigen Jahren ein wichtiger Bestandteil der pädagogischen Arbeit.

    Möglicherweise werden die Trommler aus Worms übrigens auch im nächsten Jahr wieder in Waldsee dabei sein, wenn das Mittelalter-Spektakel dann zum sechsten Mal stattfinden wird.