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Neuigkeiten Archiv 1

 
  • 31.05.2017 „Aufklärung über Legal Highs zeigt Wirkung"

    Fachstelle Sucht Neustadt an der Weinstraße stellt Jahresbericht 2016 vor

     

    Weniger junge Konsumenten von illegalen Drogen als im Vorjahr und erstmals in den letzten Jahren ein Rückgang bei den Erstkonsumenten von „Legal Highs", gleichzeitig mehr Klienten mit psychiatrischer Zusatzdiagnose und komplette Familien in der Beratung: diese Trends zeigt der Jahresbericht über die Arbeit der Fachstelle Sucht in Neustadt an der Weinstraße, den die Einrichtung der Evangelischen Heimstiftung Pfalz jetzt vorgelegt hat.

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    „Die umfangreiche Aufklärung und Prävention zum Thema Legal Highs zeigt anscheinend Wirkung", freut sich die Einrichtungsleiterin der Fachstelle Sucht, Meike Gottinger, über den Rückgang der Erstkonsumenten dieser auch als „Kräutermischungen" oder „Badesalze" bekannten psychoaktiven Substanzen unter den Klienten der Beratungsstelle. Auch die Tendenz aus dem Jahr 2015, in dem vermehrt junge Konsumenten von illegalen Drogen in die Beratungsstelle kamen, habe sich 2016 nicht fortgesetzt. Hier habe sich die Entwicklung hin zu jungen Erwachsenen mit Erfahrungen im Konsum von Cannabis und Amphetaminen verschoben.

    Mit 441 Betreuungsfällen insgesamt lag die Zahl der von der Fachstelle Sucht 2016 betreuten Klienten dabei ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres (453 Betreuungsfälle). Den vergleichsweise hohen Anteil von Frauen unter den Ratsuchenden (159) führt Gottinger auf das frauenspezifische Beratungsangebot zurück, das die Fachstelle Sucht in Neustadt mit ihrem Fachdienst „Frauen und Sucht" seit inzwischen zwanzig Jahren vorhält. „Viele Frauen benötigen einen geschützten Rahmen um die Geschichte aufarbeiten zu können, die hinter der Suchterkrankung steht," so die Einrichtungsleiterin.

    Eine besonders umfassende Begleitung sei bei Ratsuchenden notwendig, die neben ihrer Suchtmittelabhängigkeit auch eine psychische Erkrankung mitbrächten. Deren Zahl sei im vergangenen Jahr weiter angestiegen. „Hier ist die Netzwerkarbeit mit Ärzten, Therapeuten, Betreuern und anderen Hilfsangeboten unerlässlich", betont Gottinger. „Verstärkt kommt es auch vor, dass wir komplette Familien beraten, also neben Menschen mit Suchtproblemen auch deren Partner und Kinder," berichtet die Einrichtungsleiterin. Damit die Bedürfnisse der einzelnen Familienmitglieder im Blick bleiben, bekomme jeder einen eigenen Berater. Gemeinsame Familiengespräche seien bei Bedarf selbstverständlich möglich.

    „In unserer Beratungsstelle haben wir auch eine Gruppe für Kinder aus suchtbelasteten Familien," verweist Gottinger auf ein zusätzliches Angebot: „Bei der Finanzierung der zweiten Honorarkraft, die wir für die Gruppe brauchen, sind wir auf Spenden angewiesen." Angeleitete Gruppenangebote gebe es in der Neustadter Suchtberatungsstelle noch für eine ganze Reihe weiterer Zielgruppen, etwa für abstinenzmotivierte Frauen und Männer, Glücksspieler, junge Suchtkranke oder für Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen. Gut angenommen werde die offene Sprechstunde jeden Montag von 16 Uhr bis 18 Uhr. „Außerdem gibt es als niedrigschwelliges Angebot einen offenen Treff, wo in zwanglosem Rahmen bei einer Tasse Kaffee oder beim Kicker-Spielen die Möglichkeit zu Gesprächen besteht."

    Als neue Herausforderungen erweist sich laut Gottinger das Thema „Flucht und Sucht": „Fluchterfahrungen sind häufig mit Traumatisierungen verbunden, der Konsum von Alkohol oder andere Suchtformen, wie Glücksspielsucht, sind nicht selten der Versuch, die gemachten Erfahrungen zu bewältigen." Gleichzeitig sei bei vielen Flüchtlingen das Thema Sucht auf Grund ihres kulturellen Hintergrundes sehr schambesetzt, was ihnen den Weg in eine Beratungsstelle erschwere. „Hier müssen wir die richtigen Zugangswege noch finden, um mit unserer Beratungsarbeit ansetzen zu können. Beim ‚Runden Tisch Asyl' haben wir unser Beratungsangebot vor Kurzem vorgestellt."

     
  • 29.05.2017 Schwerpunkt: Rehabilitation, Arbeit und Integration von Menschen mit Behinderung

    Evangelische Heimstiftung Pfalz informiert über aktuelle Angebote und Entwicklungen

     

    Neue Projekte ihrer Fachdienste für Arbeit und Integration, durch die sich die Chancen von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt verbessern sollen stellt die Evangelische Heimstiftung Pfalz in ihrer aktuellen Ausgabe von „Fokus Mitmensch" vor. Die Beilage zum „Evangelischen Kirchenboten" vom 28. Mai enthält außerdem ein ausführliches Interview mit dem neuen Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten, Stefan Schreiber.

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    Gleich drei neue Angebote haben die Fachdienste für Arbeit und Integration (FAI) in den letzten Jahren gestartet. Mit ihrem „Projekt Persönliches Budget im Berufsbildungsbereich" unterstützen sie junge Menschen mit Behinderung, die eine berufliche Qualifizierung auf dem ersten Arbeitsmarkt anstatt in einer Werkstatt für behinderte Menschen absolvieren wollen. Menschen mit einer Suchterkrankung beim Weg in ein möglichst normales Leben unterstützen will das Projekt „Ambulante Eingliederungshilfen für Menschen mit einer Suchterkrankung", das die FAI in Ludwigshafen gestartet haben. Mit individuellen, auf den persönlichen Bedarf zugeschnittene Hilfeleistungen in den verschiedensten Bereichen des alltäglichen Lebens , finanziert über Leistungen aus dem Persönlichen Budget, wollen die FAI dazu beitragen, die Teilhabe der Betroffenen am gesellschaftlichen Leben spürbar zu verbessern. Das Projekt Inklusionsberater schließlich bietet Vorbereitungsmaßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung an und richtet sich an Arbeitslose, die wegen gesundheitlicher Probleme die Angebote der Arbeitsagentur schon länger nicht mehr sinnvoll nutzen können. Alle drei Projekte werden im aktuellen „Fokus Mitmensch" vorgestellt.

    Über seine Erfahrungen während der ersten Monate als neuer Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten berichtet Stefan Schreiber, der diese Position seit 1. Dezember 2016 inne hat, in einem ausführlichen Interview. Darin nimmt er auch Stellung zu den Herausforderungen, denen sich Werkstätten für Menschen mit Behinderung aktuell stellen müssen und zu der Kritik, die Anfang des Jahres in einem Fernsehbeitrag über Werkstätten für Menschen mit Behinderung geäußert wurde.

    Einen anderen Blick auf den Alltag bei den Wichern-Werkstätten bietet ein Artikel auf Seite 4 der „Fokus Mitmensch"-Ausgabe: dort beschreibt ein langjähriger Werkstatt-Beschäftigter, wie er seinen Arbeitstag bei den Wichern-Werkstätten erlebt.

    Schließlich informiert die Ausgabe auch über den Arbeitsbereich Aktenvernichtung der Wichern-Werkstätten sowie über die zahlreichen Baumaßnahmen, die während der letzten sieben Jahre im Ludwigshafener Wichern-Institut durchgeführt wurden und die eine Reihe von Verbesserungen für die Rehabilitanden des Rehabilitationszentrums für psychisch kranke Menschen mit sich gebracht haben.

    „Fokus Mitmensch" erscheint in der Regel zweimal jährlich, meistens im Frühjahr und im Herbst, als Beilage zum „Evangelischen Kirchenboten". Sie finden die aktuelle Ausgabe, „Fokus Mitmensch 21", auch im Download-Bereich rechts auf dieser Seite. Mehr zum „Evangelischen Kirchenboten" erfahren Sie unter www.evangelischer-kirchenbote.de.

     
  • 16.05.2017 Mitarbeitende in helfenden Berufen vor Problemtrancen schützen

    Fachtag zum 60-jährigen Bestehen des Evangelischen Jugendhilfezentrums Kaiserslautern

     

    „Gerade Mitarbeitende in helfenden Berufen laufen immer wieder Gefahr, in eine sogenannte Problemtrance zu geraten," so die Erfahrung der Diplom-Psychologin Astrid Keweloh. „Weil sie in ihrem Alltag viel mit Menschen in Problemsituationen zu tun haben, können sie dadurch selbst leicht in eine Situation geraten, wo sie festhängen in Grübeleien, Ängsten oder depressiven Gedanken." Wie es gelingen kann, aus solchen Problemtrancen wieder herauszufinden, darüber informiert Keweloh, die seit fast zwanzig Jahren als Psychotherapeutin und Coach tätig ist, bei einem Fachtag für Mitarbeitende aus sozialen Berufen am Freitag, den 19. Mai ab 9.30 Uhr in der „Alten Eintracht" in Kaiserslautern. Eingeladen zu der Veranstaltung hat das Evangelische Jugendhilfezentrum Kaiserslautern, das den Fachtag anlässlich seines 60-jährigen Bestehens durchführt.

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    Problemtrancen, so Astrid Keweloh, seien ein Phänomen, das grundsätzlich alle Menschen betreffe: „Situationen, in denen etwas schiefgegangen ist, wir überlastet sind oder in Stress kommen und sich dann die negativen Gedanken von selbst so verstärken, dass man alleine nicht mehr da raus kommt, das kennen sicher nicht wenige." Bei Mitarbeitenden in helfenden Berufen komme jedoch verstärkend hinzu, dass sie durch ihren Beruf verstärkt mit Menschen zu tun hätten, die sich bereits in einer Problemtrance befänden. „Empathie mit diesen Menschen und das Bemühen, sich in ihre Welt hineinzuversetzen, das ist dann einerseits sehr wichtig, um helfen zu können. Andererseits nehme ich dabei aber auch über die Spiegelneuronen meines Gehirns die Gefühlzustände meines Gegenübers in mir auf. Dadurch kann ich dann selbst Gefahr laufen, ins Ungleichgewicht zu kommen und selbst in eine Problemtrance zu geraten."

    Für Elke Lambert, die Einrichtungsleiterin des Evangelischen Jugendhilfezentrums Kaiserslautern, ist der Fachtag deshalb auch ein Beitrag zur Burnout-Prävention. Situationen, wie Keweloh sie beschreibt, kennt sie aus dem Alltag in der Kinder- und Jugendhilfe nur zu gut. „Wir haben immer wieder mit Familien zu tun, deren Probleme so massiv und vielfältig sind, dass man an einen Punkt kommt, wo man dann selbst keinen Lösungsansatz mehr sieht und irgendwann mit unter der grauen Decke sitzt." Auch wenn Mitarbeitende in einer Familie mit einem Thema konfrontiert würden, das an eigene biografische Erfahrungen andocke, könne das ein Auslöser für negative Stimmungen sein. „Und manchmal ist man auch einfach so mit Arbeit voll, dass man das Naheliegende nicht mehr sehen kann." Bewusst, so die Einrichtungsleiterin, habe man sich deshalb bei der Planung für die Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen des Kinder- und Jugendhilfezentrums dafür entschieden, eine der Veranstaltungen speziell den Mitarbeitenden zu widmen. „Für unsere Mitarbeitenden stehen die von ihnen betreuten Kinder immer an erster Stelle. Aber wenn sie ihre Arbeit gut machen wollen, müssen sie auch auf sich selbst achten." Deshalb habe man beschlossen, anstatt zu einem klassischen Festakt zu einem Fachtag einzuladen. Rund 100 Mitarbeitende aus dem Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie aus anderen sozialen Einrichtungen haben ihre Teilnahme bereits zugesagt.

    Ihnen will Astrid Keweloh bei dem Fachtag Methoden nahe bringen, mit deren Hilfe der Weg von einer Problemtrance hin zu einer wieder positiven Haltung gelingen kann. Keweloh setzt dabei insbesondere auf Techniken, die dazu beitragen, das Gefühl von Selbstwirksamkeit zu erhöhen und eine achtsame, selbstfürsorgliche Haltung einzunehmen. Eine Ressourcentrance sowie Atemtechniken und leichte Körperübungen aus dem Yoga, außerdem Elemente der Energetischen Therapie wie Klopftechniken, all das werden die Teilnehmer beim Fachtag auch selbst ausprobieren können. „Die vorgestellten Selbsthilfetechniken können für die eigene Psychohygiene und Selbstfürsorge, zur Stressreduktion und Entspannung oder auch als eine Art erste Hilfe bei eigenen Krisen eingesetzt werden", so die Diplom-Psychologin. Ebenso seien sie in Beratung und Therapie bei Jugendlichen und Erwachsenen vielseitig einsetzbar. „Ziel ist es, die Problemtrancen in Lösungswelten zu verwandeln, also wieder ein Gefühl von Selbstwirksamkeit zu bekommen und einen entspannten, klaren und ruhigen Geist, der es ermöglicht, die Dinge positiv und hoffnungsvoll zu sehen."

     

     

     
  • 09.05.2017 Azubi auf vier Pfoten

     

    Regelmäßiger Besucher in der Tagesgruppe in Ludwigshafen-Maudach

     

    „Bis morgen, Pumbaa." „Tschüss, Pumbaa." „Mach's gut, Pumbii! Diese Abschiedsgrüße ertönen täglich in der Tagesgruppe des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms in Ludwigshafen-Maudach. Sie gelten einem ganz speziellen Mitarbeiter: dem Therapiehund-Azubi Pumbaa.

     

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    Pumbaa ist ein dunkelbrauner Labrador-Retriever-Rüde und wird am 8. Juni ein Jahr alt. Seit Pumbaa bei seinem Frauchen, Diplom-Sozialpädagogin Michaela Jung, im August 2016 eingezogen ist, begleitet er sie täglich zur Arbeit in die Tagesgruppe. Und dort ist er inzwischen auch nicht mehr wegzudenken.

     

    Mit großer Freude begrüßen sich Kinder und Hund, wenn die Schule endlich zu Ende ist und der Tagesgruppen-Bus in Maudach ankommt. Dann wird erst einmal eine Runde geschmust und gestreichelt, bevor es an die Hausaufgaben geht. Pumbaa gesellt sich dabei gerne zu den arbeitenden Kindern oder wartet gelassen im Wohnungsflur, bis die ersten Kinder fertig sind. Denn er weiß, dass sich das Warten lohnt: bevor die Gruppe zusammen kommt, um gemeinsam zu Mittag zu essen, darf erst einmal der Junghund reinhauen. Doch ganz so einfach ist das nicht. Um an sein Futter zu kommen, muss er erst einmal den Futterbeutel finden, den die Kinder abwechselnd in den Grupperäumen verstecken. Ein Klacks für einen super Schnüffler wie ihn.

     

    Von Anfang an haben Pumbaa und sein Frauchen zusammen in der Hundeschule DOGS Ludwigshafen/Bad Dürkheim trainiert, um so eine stabile Basis für die Therapiehundeteam-Ausbildung zu schaffen. Sitz, Platz und Bleib sind dabei nur der Anfang. Im April 2017 fand das erste Therapiehundeteam-Ausbildungswochenende in Mögglingen bei Aalen statt. Durchgeführt wird die Ausbildung von dem Team von t.t.m. – therapie.tier.mensch., das aus Therapeuten unterschiedlicher Richtungen und Hundetrainern besteht. Wenn alles nach Plan läuft, dürfen Pumbaa und Michaela Jung sich Anfang nächsten Jahres t.t.m.-Team nennen.

     

    Doch bis es so weit ist, verbringen Pumbaa und die Kinder der Gruppe ihre gemeinsame Zeit mit vielen Spieleinheiten und Ausflügen in die Natur. Gerne fährt die Gruppe geschlossen zum Maudacher Bruch und nutzt die vielen, großen Wiesen zum Toben, Verstecken und Erkunden. Auch die gemeinsame Ruhezeit vor den Hausaufgaben, bei der sich im großen Toberaum zum Dösen ausgebreitet werden kann, genießen sowohl Kinder als auch Hund sehr.

     

    Pumbaa ist für die Kinder zum Freund und Spielgefährten, Mutmacher und Seelentröster geworden. Er regt die Kinder zu einer aufmerksameren Wahrnehmung ihrer selbst und der Umgebung an, weckt das Verantwortungsbewusstsein und motiviert vor allem bei Aufgaben, die nicht gerne erledigt werden, wie etwa die. Hausaufgaben. Die Stimmung in der Gruppe ist durch ihn stets positiv und rücksichtsvoll, so dass der Tagesgruppenaufenthalt für die meisten Kinder zum Erlebnis wird. Und dafür sind alle sehr dankbar.

     

    Michaela Jung
    Tagesgruppe Ludwigshafen-Maudach /Ev. Jugendhilfezentrum Worms

     
  • 02.05.2017 „Kein Alkohol unterwegs!"

    Fachstelle Sucht und Blaues Kreuz Landau warnen vor Gefahren von Alkohol im Verkehr

     

    Auf die Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr wollen die Fachstelle Sucht Landau und das Blaue Kreuz Landau am Dienstag, den 16. Mai 2017 mit einem Stand auf dem Landauer Rathausplatz vor der Adler-Apotheke hinweisen. Zwischen 8 und 13 Uhr besteht die Möglichkeit, sich an dem Stand über die Gefahren von Alkohol und anderen Suchtmitteln zu informieren und über Aktionen deren Auswirkungen auf die eigene Verkehrstüchtigkeit ausprobieren.

     

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     „Wir bieten unseren Standbesuchern an, mit einer Rauschbrille, die den Effekt von 1,3 - 1,5 Promille Alkohol simuliert, einen Parcours zu absolvieren. Das zeigt sehr eindrücklich, wie stark Alkoholgenuss das Seh- und Reaktionsvermögen einschränkt", informiert Christiane Lehr, verantwortlich für den Fachdienst Prävention in der Fachstelle Sucht Landau. „Wer es genau wissen möchte, kann außerdem durch Pusten in ein Atemalkoholgerät, wie es in derselben Form auch von der Polizei benutzt wird, seine derzeitige Fahrtüchtigkeit testen." Bereits bei geringem Alkoholeinfluss steige das Unfallrisiko nicht nur für Autofahrende, sondern auch für Menschen, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs seien.

    Das Blaue Kreuz wird mit seiner „Blauen Huddel" vor Ort sein. Mit ihrem auffälligen blauen Piaggio-Kleintransporter stehen die ehrenamtlichen Aktiven der Landauer Selbsthilfegruppe für Suchtkranke und deren Angehörige seit zwei Jahren regelmäßig auf Festen in Landau und im Kreis Südliche Weinstraße, um auf die Gefahren von übermäßigem Alkoholgenuss und illegalen Drogen aufmerksam zu machen. „Neben Info–Materialien über Alkohol und andere Suchtmittel bieten wir auch Informationen über die Vorbereitung auf eine bevorstehende Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU), landläufig auch als „Idiotentest" bezeichnet, zur Wiedererlangung des Führerscheins," so Rainer Hehl vom Blauen Kreuz Landau.

    Mit ihrer Aktion beteiligen sich die Fachstelle Sucht und das Blaue Kreuz Landau an der bundesweit vom 13. bis 21. Mai laufenden Aktionswoche der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Unter dem Motto „Kein Alkohol unterwegs!" fordert die Präventionskampagne dazu auf, im Straßen-, Bahn- und Luftverkehr auf Alkohol zu verzichten. Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, ist Schirmherrin der Aktionswoche Alkohol. Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen sollen alle, die Alkohol trinken – also 90 Prozent der Bevölkerung – angeregt werden, über den eigenen Alkoholkonsum nachzudenken.

    Kontakt:

    Fachstelle Sucht Landau
    Reiterstr. 19
    76726 Landau
    Telefon: 06341 / 995267-0
    E-Mail: fachstellesucht-ld@evh-pfalz.de

     

    Blaues Kreuz – Freundeskreis Landau
    Herr Rainer Hehl
    Telefon: 0160 320 4838
    E-Mail: rainer.hehl@web.de

     
  • 27.04.2017 Mit dem Lama durch die Weinberge

     

    Höhepunkt im Ferienprogramm der Tagesgruppe RobinsonWeihnachten 2016 stand vor der Tür und wie jedes Jahr stellte sich die Frage nach einem Geschenk für die Kinder aus der Tagesgruppe des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms. Nach einigen Überlegungen erwähnte ein Mitarbeiter, dass er schon mal von einer Lama-Wanderung gehört habe. Nach kurzer Internetrecherche war eine ganze Herde Lamas in der Umgebung gefunden, und nach einem Telefonat mit dem Pfälzer Urgestein Michael Börstler stand fest: die Gruppe begibt sich in den Osterferien auf diese Trekkingtour.

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    Nun war es so weit, die Kinder und Betreuer fuhren in den Osterferien nach Ungstein, einen Stadteil von Bad Dürkheim. Einige skeptische Blicke zeigten sich, als es hieß, das Ziel sei erreicht und man sich mitten in einem Wohngebiet befand. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Michael und Anja Börtler, die Eigentümer der Lama-Herde, führten sie die Gruppe an einem Weg neben ihrem Haus entlang auf mehrere Weiden. Dort standen zahlreiche Tiere. Schnell bemerkten die Kinder, dass die Tiere unterschiedlich groß sind und die Frage kam auf, ob dies am Alter lege. Doch Michael Börtler erklärte, dass es sich bei den Tieren um unterschiedliche Rassen handele und hier nicht nur Lamas, sondern auch Alpakas ständen.

    Nach einer Einweisung im Umgang mit den Tieren, wurden diese gehalftert und jedem Kind wurde die Verantwortung für ein Tier übertragen. Durch das Striegeln der Lamas und Alpakas konnten sich alle mit ihrem Tier vertraut machen. Und schon ginge es bei strahlendem Sonnenschein los durch die Weinberge rund um Bad Dürkheim. Auf dem Weg war darauf zu achten, dass die Tier in einer Reihe, hintereinander laufen und nichts vom Wegrand fressen. Das ruhige, kontaktfreudige und freundliche Wesen der Tiere sorgte schnell für Vertrautheit. Selbstbewusst, motiviert und entspannt führte jedes Kind sein Lama oder Alpaka.

    Nach der Hälfte des Weges machten alle eine Pause. Während Michael Börtler die Tiere mit den Kindern zum Fressen von Gras und Blättern festband, tischte Anja Börtler eine große Pfälzer Brotzeit auf. So kamen alle auf ihre Kosten. Nach drei Stunden waren wir zurück auf der Weide der Familie Börstler und der Abschied von den Lamas und Alpakas fiel allen schwer. Zur Erinnerung an die erfolgreich abgeschlossene Lama-Wanderung erhielten sowohl die Kinder als auch die Erwachsenen eine Urkunde, mit der sie zu Lameros ernannt wurden.

    An diesem Tag konnten alle Teilnehmer nicht nur viel Wissen über Lamas und Alpakas mitnehmen, etwa, dass sie nur Pack- und Begleittiere sind, nur Spucken, wenn sie geärgert werden oder sich bedroht fühlen, sie es unnötig machen, den Rasen zu mähen und Unkraut zu zupfen, eine Toilette benutzen und das Fell kuschlig weich ist. Sie konnten auch ihre eigenen Stärken wahrnehmen und entdecken.

     

    Jennifer Bunn
    Tagesgruppe Robinson Worms

     
  • 25.04.2017 Bundesweit einmaliges Hilfsprogramm für auffällige Jugendliche in Mainz gestartet

    „Multisystemische Therapie“ setzt auf intensive therapeutische Arbeit mit den Familien

     

    Was tun mit Jugendlichen, die immer wieder durch aggressives Verhalten auffallen, Drogen konsumieren, den Schulbesuch verweigern und schon die eine oder andere Straftat begangen haben? Seit Anfang des Jahres soll in Mainz ein neues Angebot dabei helfen, dass auch diese Jugendlichen eine Zukunftsperspektive haben. „Multisystemische Therapie" (MST), nennt sich das Konzept, das auf eine mehrmonatige, höchst intensive pädagogische und psychologische Arbeit mit den Familien von sogenannten sozial auffälligen Jugendlichen setzt. Ein Team des Heilpädagogiums Schillerhain aus Kirchheimbolanden hat damit begonnen, MST in Mainz zu etablieren.

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    Entwickelt wurde das Konzept der Multisystemischen Therapie vor rund 30 Jahren in den USA. In vielen Bundesstaaten der USA, aber auch in Kanada, Australien, Neuseeland, Chile und einer Reihe von europäischen Ländern wie der Schweiz, den skandinavischen Staaten, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden wird MST schon seit einigen Jahren erfolgreich eingesetzt. Deutschland hingegen war bisher ein weißer Fleck auf der MST-Landkarte: das Mainzer MST-Team ist das erste und bisher einzige in der Bundesrepublik. Und das, obwohl das MST-Konzept offensichtlich erfolgreich ist. „MST ist wissenschaftlich so gut untersucht und evaluiert wie keine andere Jugendhilfemaßnahme. Inzwischen gibt es weltweit rund 500 lizensierte MST-Teams, die mit jährlich 23.000 Jugendlichen arbeiten. Und alle diese Fälle werden evaluiert. Zahlen aus der Schweiz belegen zum Beispiel, dass über 80% der Jugendlichen auch 1 ½ Jahre nach Abschluss der Maßnahme weiter in ihren Familien leben, eine Schule besuchen oder eine Ausbildung machen und keine strafbaren Delikte mehr begangen haben," berichtet der Einrichtungsleiter im Heilpädagogium Schillerhain, Gert Geister.

    Geister sieht deshalb in der MST eine sinnvolle Ergänzung zum bisherigen Hilfeangebot seiner Einrichtung, die in Mainz und Alzey schon länger Tagesgruppen sowie ambulante Hilfen für Familien anbietet und an ihrem Stammsitz im nordpfälzischen Kirchheimbolanden ein breites Angebot von Wohngruppen mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten sowie eine Förderschule mit dem Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung vorhält. In Mainz ist zunächst ein dreiköpfiges Team für das MST-Angebot zuständig, das seinen Sitz in der Saalestraße 1 im Stadtteil Gonsenheim hat. Für die organisatorische Leitung des Teams verantwortlich ist Psychologin Sarah Stucky, Bereichsleiterin für den Psychologisch-Therapeutischen Dienst des Heilpädagogiums, dem das MST-Team organisatorisch zugeordnet ist.

    Für Barbara Weil, die Teamkoordinatorin des Mainzer MST-Teams, unterscheidet sich die MST in mehreren Punkten von anderen Jugendhilfe-Konzepten. „Zunächst mal ist die MST sehr, sehr intensiv. Im Schnitt drei Mal pro Woche, im Bedarfsfall aber auch fast täglich, sind die MST-Mitarbeiter vor Ort in der Familie. Während der vier bis sechs Monate, die eine Maßnahme läuft, sind sie außerdem rund um die Uhr für die Familien erreichbar," berichtet die Psychologin. Ein weitere Unterschied: die MST-Mitarbeiter arbeiten vorrangig nicht mit den Jugendlichen selbst, sondern mit deren Umfeld, vor allem mit den Familien. „Die Jugendlichen haben meist gar keinen Leidendruck, etwas zu verändern. Gerade bei Störungen des Sozialverhaltens geht es aber oft darum, dass Eltern nicht in ausreichendem Maß Regeln aufgestellt und durchgesetzt oder Erwartungen ausgesprochen haben," erläutert Weil den Ansatz.

    Schließlich: bei der MST arbeiten die Mitarbeiter nach einem vorgegebenen, klar strukturierten Programm: „Zunächst werden mit der Familie klare, messbare Ziele festgelegt. Bei jedem Punkt schauen wir zusammen mit der Familie dann genau: welche Faktoren spielen für das auffällige Verhalten des Jugendlichen da eine Rolle? Wo gibt es Stärken in der Familie, die bei einer Veränderung hilfreich sein können? Welches Ziel muss zuerst in Angriff genommen werden? Durch welche konkreten Maßnahmen kann hier eine Veränderung erreicht werden?" beschreibt Weil das Vorgehen. „Jede vereinbarte Maßnahme wird möglichst umgehend auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Und wir achten darauf, die Eltern immer aktiv in Handlung zu halten. Schließlich sollen sie ja in der Lage sein, am Ende der Maßnahme Probleme selbst zu lösen und eigenständig das Handwerkszeug, das sie während MST bekommen haben, anzuwenden," so die Psychologin.

    Jeder einzelne Schritt wird dabei von den MST-Mitarbeitern genau dokumentiert. Jede Woche bespricht Weil mit den Teammitgliedern die einzelnen Fälle. Ihre Aufgabe als Teamkoordinatorin ist es, darauf zu achten, dass die MST-Systematik konsequent eingehalten wird. Hinzu kommen wöchentliche Fallbesprechungen des Teams mit einer erfahrenen MST-Expertin in den USA, die vor allem die Einhaltung der MST-Prinzipien und des MST-Prozesses in jedem einzelnen Fall überprüft. Monatliche Entwicklungsgespräche sind ebenfalls fester Bestandteil des Konzeptes. „Natürlich ist das viel Dokumentation," gesteht Weil ein, „aber gerade die ständigen Feedback-Schleifen helfen uns, effizient zu arbeiten und die Prinzipien einzuhalten, mit denen der Erfolg der Maßnahme steht und fällt."

    Weil und Geister sind zuversichtlich, MST bald nicht nur in Mainz anbieten zu können. Außer dem Mainzer Jugendamt haben bereits schon weitere Jugendämter ihr Interesse bekundet, MST in das Spektrum ihrer ambulanten Hilfen zur Erziehung aufnehmen zu wollen. Mehr als 45 Minuten Anfahrt sollten allerdings wegen der intensiven Betreuung der Familien nicht anfallen, betonen sie. Geplant ist, bei entsprechender Nachfrage das Team um zwei weitere Mitarbeiter zu vergrößern. Bis zu 16 Fälle gleichzeitig könnten dann in Mainz und Umgebung betreut werden. „Selbstverständlich werden wir unsere Erfahrungen mit dem neuen Konzept kontinuierlich auswerten," betonen die beiden. Außerdem habe schon eine Universität Interesse an einer wissenschaftlichen Begleitung bekundet.

     

     
  • 12.04.2017 Geburtstagsfeier mit Langzeit-Effekt

    Evangelisches Jugendhilfezentrum Kaiserslautern pflanzt zum Einrichtungsjubiläum sechs Obstbäume

     

    Zusammen mit Kindern und Mitarbeitenden aus dem Evangelischen Jugendhilfezentrum Kaiserslautern freuen sich Revierförster Klaus Platz (oberste Reihe, ganz links), Volksbank-Vorstand Alexander Kostal (rechts daneben) sowie Einrichtungsleiterin Elke Lambert (Reihe davor, ganz links) über den ersten gepflanzten BaumDas 60-jährige Bestehen ihrer Einrichtung feiern und gleichzeitig einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten – das wollten die Verantwortlichen im Evangelischen Jugendhilfezentrum Kaiserslautern. Mit einer Baumpflanzaktion am Kaiserslauterer Vogelwoog haben sie diese Idee jetzt umgesetzt. Sechs kleine Obstbäume - je ein Baum für jedes Jahrzehnt, in dem die Einrichtung existiert – stehen seit 11. April an der Sitzgruppe in der Nähe des Waldparkplatzes am Kaiserslauterer Vogelwoog.

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    Über 30 Kinder und Jugendliche sind an diesem Morgen mit ihren Erziehern an den Vogelwoog gekommen. Sie besuchen die fünf Tagesgruppen oder leben in den zwei Wohngruppen, die das Evangelische Jugendhilfezentrum Kaiserlautern verteilt über das gesamte Stadtgebiet betreibt. Auch aus der Tagesgruppe in Ramstein und den beiden Wohngruppen in Enkenbach-Alsenborn ist eine Abordnung da. „Unsere Kinder kennen diesen Platz ziemlich gut", erzählt Elke Lambert, die seit 18 Jahren die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung der Evangelischen Heimstiftung Pfalz leitet. „Erst letzte Woche hat unsere Tagegruppe ‚Drachenzauber' hier während der Lautrer Kehrwoche wieder sauber gemacht. Und auch sonst sind unsere Gruppen regelmäßig hier."

    Mit von der Partie sind an diesem Morgen auch Alexander Kostal vom Vorstand der Volksbank Kaiserslautern und seine Mitarbeiterin Kathrin Weiß. Die Volksbank hat die je zwei Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume gestiftet, die gleich am Hang zwischen dem Vogelwoog und der oberhalb gelegenen Sitzgruppe am Holzweg gepflanzt werden sollen. „Wir unterstützen sehr gerne Aktionen, bei denen das Thema Nachhaltigkeit im Mittelpunkt steht. Als Genossenschaftsbank haben wir dieses Thema ja quasi schon in unseren Statuten. Und welche Aktion hat mehr mit Nachhaltigkeit zu tun, als wenn es um Kinder geht und darum, Bäume zu pflanzen?" begründet Kostal, warum die Volksbank nicht lange überlegen musste, um ihre Unterstützung zuzusichern.

    Bevor die eigentliche Arbeit beginnt, erklärt zunächst Revierförster Klaus Platz seinen jungen Zuhörern, warum er die Aktion für etwas ganz Besonderes hält: „Von den Bäumen, die wir heute pflanzen, haben in den nächsten 60, 70 Jahren ganz viele etwas," berichtet er von Wildbienen und Hummeln, die von den von den Pollen der Obstbaumblüten leben, von Rehen und Wildschweinen, die sich von den Früchten ernähren, und von Vögeln und Fledermäusen, die dann, wenn die Bäume alt geworden sind, in Asthöhlen einziehen können. „Und ihr selbst könnt in ein paar Jahren auch die Früchte von diesen Bäumen ernten und mit nach Hause nehmen," schließt er. Allerdings, mahnt Platz, bräuchten die Bäume, besonders, so lange sie noch jung sind, auch Pflege und Unterstützung: „Im Moment ist es sehr trocken im Wald. Wenn ihr nicht jede Woche herkommt und den kleinen Bäumen einen Eimer Wasser bringt, gehen sie wahrscheinlich kaputt."


    Eifrig machen sich die Kinder anschließend unter Anleitung des Försters an die Arbeit. Gleich an mehreren Stellen begannen sie, Löcher für die jungen Bäume auszuheben. Durch die vielen Wurzeln und Steine im Untergrund wird das Graben zu einer echten Herausforderung. Aber mit etwas Unterstützung durch die Erwachsenen sind schon bald die ersten Löcher tief genug, um bepflanzt zu werden. „Ganz toll macht ihr das," lobt Platz, „Ihr müsst jetzt die Wurzeln ganz fest mit der Erde verbinden und dann ganz viel Wasser drauf tun, der Baum hat Durst", gibt er gleich die nächsten Anweisungen, bevor er sich daran macht, mit dem Vorschlaghammer einen Stützpfahl in den Boden zu treiben. „Ohne die Stütze würden die jungen Bäume bei einem Sturm oder bei starkem Schnee leicht abbrechen", erklärt er seinen jungen Zuhörern. Zum Schluss kommt noch eine Baumschutzspirale aus Kunststoff um den Stamm. „Die verhindert, dass Rehböcke die Rinde zerstören, wenn sie sich mit ihrem Gehörn an der rinde scheuern", liefert der Förster auch hierfür sofort die Begründung.


    Während oben am Hang noch die letzten Bäume ihren Bestimmungsort finden, werden unten am See schon eifrig Tische gedeckt. So viel Arbeit macht schließlich hungrig. Deshalb wartet am Ende der Aktion ein gemeinsames Picknick auf die fleißigen Baumpflanzer.

     
  • 10.04.2017 Türen zu mehr Gerechtigkeit öffnen

     

    Sie eröffneten die Ausstellung Türen öffnen – Gerechtigkeit in SpeyerKreativ, kritisch, weltoffen: Im Reformationsjahr 2017 laden die Evangelische Kirche der Pfalz und die Stadt Speyer unter dem Motto „Ich bin so frei ..." zu Kirchen-Kultur-Tagen ein. Zum Auftakt ist am Freitag die Ausstellung „Türen öffnen. Gerechtigkeit leben." eröffnet worden. Bis zum 11. April zeigen Einrichtungen der Diakonie Pfalz an verschiedenen Orten in der Stadt kreativ gestaltete Thesentüren. Die Entstehungsgeschichte der einzelnen Türen sowie die Gedanken, die dahinter stecken, sind an jedem Exponat angebracht. Begleitet wurde die Ausstellungseröffnung zum einen von der Trommelgruppe des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms, zum anderen von der Landauer Bläserkantorei unter der Leitung von Landesposaunenwart Christian Syperek.

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    Die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler sprach davon, vor allem die Türen öffnen zu wollen, die dabei helfen, Armut einzudämmen, Gesundheit und Pflege für alle gleichermaßen zu fördern und jedem faire Chancen zu bieten. „Gerechtigkeit ist der Kern der Sozialpolitik", zog sie eine Parallele zum Thema der Ausstellung. „Wer Gerechtigkeit Türen öffnen will, der muss damit anfangen, Menschen gerecht zu behandeln. Dafür tragen wir alle Verantwortung."

    Über 170 Türen waren von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern der Diakonie im Zuge der Kampagne bundesweit gestaltet worden, davon alleine 30 in der Diakonie Pfalz. „Die Türen sind ein gutes Medium, um mit anderen ins Gespräch zu kommen", zeigte sich Albrecht Bähr, Landespfarrer für Diakonie, überzeugt von der Außenwirkung. Überwältigt war er zudem von der hohen Beteiligung der Mitarbeiter. „Die gemeinsame Arbeit hat bewirkt, dass wieder mehr über die Wurzeln unseres Tuns nachgedacht wurde", stellte Bähr fest.

    Der Diakoniedezernent der Evangelischen Kirche der Pfalz, Oberkirchenrat Manfred Sutter, sah die kreativ gewordenen Menschen als Multiplikatoren. „Mich hat beeindruckt, wie viele vielfältigen Gedanken sich am Ende in den einzelnen Türen widerspiegeln", betonte er. Staunen und Verwunderung lösten die Kunstwerke bei den Betrachtern aus, hatte Bähr feststellen dürfen. Hinsichtlich des Ausstellungstitels wies der Landespfarrer darauf hin, als Diakonie dort barmherzig zu sein, wo die Not vorhanden ist. Wie die Diakonie versucht, für gerechte Verhältnisse zu sorgen, fasste Sutter zusammen: „Wir möchten den Reichtum der Gesellschaft vermehren. Daher treten wir für eine Gerechtigkeit ein, die gratis ist."

    Aus der Praxis berichtete Tanja Gambino, Leiterin des Referats Offene Sozialarbeit der Diakonie, von der Entstehungsgeschichte der Tür in ihrer Gruppe. „Wir haben unsere Arbeit einmal mit etwas Abstand beleuchtet und dabei überlegt, was Gerechtigkeit für uns bedeutet", erklärte sie und fügte an: „Das hat sehr gut zu unserer täglichen Arbeit gepasst." Gewerkelt, gemalt und geklebt wurde auch im Atelier „Zitronenblau" in Kaiserslautern. Monika Brandstetter war als Vertreterin zur Eröffnung der Ausstellung gekommen und stolz auf das Ergebnis. „Insbesondere hat es Spaß gemacht, zusammen etwas zu gestalten und dabei ein gemeinsames Ziel zu verfolgen", hob sie hervor.

    In einem „Türhaus der Gerechtigkeit" sollen die Kunstwerke gipfeln. Entstehen lässt das der Düsseldorfer Architekt Martin Ritz-Rahman auf dem Kirchplatz in der Lutherstadt Wittenberg. Zehn Türen aus der Pfalz werden in dem Ensemble zu sehen sein. Das Richtfest ist auf den 16. Mai terminiert.



    (Quelle: Pressemitteilung 71/ 2017 der Evangelischen Kirche der Pfalz)

     

     
  • 10.04.2017 Besuch aus dem Bundestag bei den Wichern-Werkstätten

     

    Außerdem auf dem Bild (v.r.n.l.): Zweigstellenleiterin Kirsten Zepperitz, Heimstiftungs-Geschäftsführer Joachim Schieb, Verwaltungsleiter Bastian Schwalb und Einrichtungsleiter Stefan Schreiber.Besuch aus dem Bundestag erhielt am vergangenen Donnerstag die Haßlocher Zweigstelle der Wichern-Werkstätten. Der Bad Dürkheimer Bundestagsabgeordnete Johannes Steiniger (CDU) informierte sich im Gespräch mit dem Geschäftsführer der Evangelischen Heimstiftung Pfalz, Joachim Scheib, dem Einrichtungsleiter der Wichern-Werkstätten, Stefan Schreiber, Zweigstellenleiterin Kerstin Zepperitz sowie Verwaltungsleiter Bastian Schwalb über die Arbeit der Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung der Evangelischen Heimstiftung Pfalz.

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    Wie bekomme ich einen Arbeitsplatz bei den Wichern-Werkstätten? Woher kommen die Beschäftigten? Und wie sehen die Rahmenbedingungen in Haßloch überhaupt aus? Das waren nur einige der Fragen, für die sich Steiniger bei seinem ersten Besuch in der Haßlocher Werkstatt interessierte. „Oft erfahren unsere Beschäftigten bei einer Reha oder über die Ämter, bei denen sie Eingliederungshilfe beantragen, von der Möglichkeit, bei uns zu arbeiten", berichtete Einrichtungsleiter Stefan Schreiber. Wer sich für einen Arbeitsplatz bei den Wichern-Werkstätten interessiere, setze sich am besten mit deren zentraler Aufnahmestelle in Verbindung. Die letzte Entscheidung über den Antrag auf Aufnahme in die Werkstatt treffe ein Fachausschuss, bestehend aus Vertretern der Kostenträger und der Werkstatt.

    „Derzeit arbeiten hier in Haßloch 65 Menschen mit Behinderung. Der Einzugsbereich des Standorts umfasst vor allem den Raum Ludwigshafen, Neustadt und Bad Dürkheim," so Schreiber weiter. Das Durchschnittsalter beim Eintritt in die Werkstatt liege derzeit bei knapp 30 Jahren. Die meisten Menschen, die in die Werkstatt kämen, hatten in der Regel vorher bereits einen Beruf auf dem ersten Arbeitsmarkt ausgeübt, dem sie wegen ihrer Krankheit nicht mehr nachgehen könnten. „Gerade in letzter Zeit kommen jedoch immer mehr junge Leute in die Werkstatt, die oft noch keine abgeschlossene Ausbildung haben," berichtete Zweigstellenleiterin Kirsten Zepperitz. Das stelle noch einmal vor neue Herausforderungen bei der beruflichen Bildung. „Wir versuchen außerdem, unseren Beschäftigten z.B. über Praktika oder Außenarbeitsplätze immer wieder Übergänge auf den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Unsere beiden Integrationsassistenten verfügen da über gute Kontakte zu Betrieben."

    „Was die Rahmenbedingungen der Werkstätten betrifft erleben wir derzeit durchaus bewegte Zeiten", erklärte Heimstiftungs-Geschäftsführer Joachim Scheib. Nachdem das neue Bundesteilhabegesetz verabschiedet sei beginne jetzt dessen praktische Umsetzung, die eine ganze Reihe von Veränderungen und auch administrativen Aufwand mit sich bringe. Gleichzeitig sei von Seiten des Landes eine neue Rechtsverordnung für die Werkstätten in Vorbereitung. „Da ist vieles noch unklar, was uns die Planungen derzeit ziemlich erschwert," so Scheib weiter.

    Erfreut zeigte sich Scheib hingegen über die positive Aufnahme der Werkstatt in Haßloch sowohl seitens der Kommune als auch in der Bevölkerung: „Wir sind hier mit offenen Armen empfangen worden." Für die Beschäftigten, die meist mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und von der Werkstatt ein Jobticket erhalten, sei die Nähe zum Bahnhof ein entscheidender Pluspunkt, so Verwaltungsleiter Bastian Schwalb. Weil Haßloch zentral zu den übrigen Standorten der Wichern-Werkstätten liege habe man sich außerdem dafür entschieden, die zentrale Verwaltung der Einrichtung aus Ludwigshafen hierher zu verlagern.

    Dass in Haßloch Verpackungsarbeiten ausgeführt und Spezialpaletten produziert werden und außerdem die Möglichkeit besteht, in den Bereichen Textilpflege, Aktenvernichtung, und Elektroprüfservice zu arbeiten erfuhr Steiniger beim abschließenden Rundgang durch das Werkstattgebäude. Der brachte am Ende seines anderthalbstündigen Besuchs seine Anerkennung für die Arbeit, die in den Wichern-Werkstätten geleistet wird, zum Ausdruck:

    „Was hier entstanden ist und getan wird hat mich sehr beeindruckt."

     

     
  • 07.04.2017 „Türen der Gerechtigkeit" aus Einrichtungen der Heimstiftung bei Ausstellungen in Speyer und Wittenberg

     

    "Türen öffnen. Gerechtigkeit leben" heißt die Kampagne der Diakonie zum Reformationsjubiläum. Die Diakonie Pfalz hat sich mit 30 Beiträgen an der Aktion beteiligt. Fünf der Türen entstanden in Einrichtungen der Evangelischen Heimstiftung Pfalz. Sie sind in der Zeit vom 6. bis 11. April im Rahmen der Kirchen-Kultur-Tage in Speyer an verschiedenen Standorten zu sehen. Die Ausstellung wird am Freitag, 7. April, im Beisein von Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, um 16.45 Uhr vor dem Historischen Rathaus in der Maximilianstraße eröffnet. Dabei wird auch die Trommlergruppe aus dem Evangelischen Jugendhilfezentrum Worms mitwirken. Drei der Heimstiftungs-Türen wurden außerdem von einer Jury aus bundesweit 170 Türen ausgewählt, um nach Abschluss der Speyerer Ausstellung bei der Errichtung eines drei-etagigen "Türhauses der Gerechtigkeit" in Wittenberg Verwendung zu finden.

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    Das Türhaus wird während des gesamten Reformationssommers auf dem Kirchplatz direkt gegenüber der Stadtkirche Sankt Marien zu sehen sein und soll Kirchennahen und Kirchenfernen Türen zu den vielfältigen Engagementfeldern der Diakonie öffnen. Zur Jury, die die Türen für das Türhaus ausgewählt hat, gehörten die Reformationsbotschafterin Prof. Margot Käßmann, Vorstandsmitglied der Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, Dr. Johanna Will-Armstrong, der Kulturbeauftragt der EKD, Dr. Johann Hinrich Claussen, der Architekt Martin Ritz- Rahman sowie der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie.

    Gestaltet im Rehabilitationszentrum am DonnersbergEine der bundesweit ersten Türen überhaupt entstand im Rehabilitationszentrum am Donnersberg. Drei Rehabilitanden aus der Kirchheimbolandener Klinik für suchtkranke Menschen hatten die Tür gemeinsam mit den Ergotherapeuten Kristina und Stefan Weyand bereits im Juni 2016 als Pilotprojekt zur eigentlichen Diakonie-Kampagne gestaltet.


    In speyer ausgestellt in der buchhandlung Oelbermann in der Wormser StraßeIntegration, Emanzipation, Inklusion:
    – das waren nur einige Antworten auf die Frage, was die Teilenehmenden am Testworkshop mit dem Begriff Gerechtigkeit assoziierten. Doch wie Gerechtigkeit bildlich darstellen? Gerechtigkeit könnte als Überschrift auf der Tür stehen. Ein Regenbogen als Ausdruck von Freude, Fröhlichkeit und Integration. Zwei Fenster, eines mit Gitterstäben wie in einem Gefängnis, gegenüber ein offenes Fenster mit Blumen und Klappläden als Sinnbild für ein schönes Leben. Ergotherapeut Axel Weyand hatte sich für das Türenprojekt außerdem noch etwas Besonderes einfallen lassen: Gemeinsam mit einer Gruppe anderer Rehabilitanden hatte er aus einer alten, ausrangierten Tür drei ineinander verschachtelte Türen mit unterschiedlichen Höhen, Formen und Türgriffen geschaffen. Ein kleines Kunstwerk, das mit seinen runden und eckigen Konturen nicht nur die orientalische und die westliche Welt symbolisieren soll, sondern auch für Barrierefreiheit und Chancengleichheit steht.

    Ausstellungsort in Speyer: Buchhandlung Oelbermann, Wormser Str. 12;
    Ausgewählt für das „Türhaus der Gerechtigkeit" in Wittenberg

    Gleich vier Türen entstanden bei einem gemeinsamen Projekt von Pfrimmtal-Realschule Plus in Worms und Evangelischem Jugendhilfezentrum Worms. Beide Einrichtungen kooperieren bereits seit der Einführung der Ganztagsschule im Jahr 2005 und haben seitdem zahlreiche gemeinsame Projekte durchgeführt, so etwa ein gemeinsames Zirkusprojekt, Arbeitsgemeinschaften im Bereich der Ganztagsschule, im Bereich Erlebnispädagogik oder einen Praxistag.

    Gestaltet wurden die vier Türen von Schülerinnen und Schülern der Klasse 10a aus der Realschule Plus. Im Vorfeld hatten diese im fächerübergreifenden Unterricht Kunst/ Ethik das Thema „Gerechtigkeit leben" erarbeitet. Zu den von ihnen gestalteten Türen haben die Schülerinnen und Schüler die folgenden Erläuterungen verfasst:

    Wird auch in Wittenberg zu sehen seinTür „Feminismus": „Diese Tür soll zum Feminismus beitragen. Sie soll aussagen, dass Frauen genau die gleichen Rechte haben wie alle anderen. Niemand sollte diskriminiert werden wegen seines Geschlechtes. Die Tür zeigt eine Frau (Feminist) die einen Regenschirm hält der sie vor dem Regen schützt. Der Regenschirm symbolisiert einen Schutz gegen Ungerechtigkeit und abwertende Kommentare."
    Ausstellungsort in Speyer: Geschirrplätzel (gegenüber Dreifaltigkeitskirche)
    Ausgewählt für das „Türhaus der Gerechtigkeit" in Wittenberg

    Gemeinschaftsprojekt von Pfrimmtal Realsschule Plus und Ev. Jugendhilfezentrum WormsTür „Die Farben des Regenbogens": „Wir sind der Meinung, dass ein Regenbogen Frieden symbolisiert. Die Figuren sollen Yin und Yang darstellen um zu symbolisieren, dass es immer Gute und Böses im Mensch gibt. Der Regenbogen zeigt, dass kein Krieg nötig ist um Gerechtigkeit zu erlangen sondern, dass auch friedlichere Lösungen geben kann. Nach einem großen Sturm kann auch etwas Schönes passieren.
    Ausstellungsort in Speyer: Geschirrplätzel (gegenüber Dreifaltigkeitskirche)
    Ausgewählt für das „Türhaus der Gerechtigkeit" in Wittenberg

    Ausgestellt auf dem Geschirrplätzel gegenüber der Speyerer DreifaltigkeitskircheTür „Gleichberechtigung": „Mit unserer Tür wollte unsere Gruppe ausdrücken, dass alle Menschen gleich sind. Ganz besonders wollten wir mit unserer Schwarz-Weiß Tür zum Ausdruck bringen, dass es egal ist ob jemand eine dunkle Hautfarbe hat oder eine weiße. Natürlich wollen wir auch darauf aufmerksam machen, dass es egal ist welche Religion ein Mensch angehört. Das Friedenszeichen (Peace) soll in der Mitte der Tür den Frieden zwischen allen Hautfarben und Kulturen symbolisieren."
    Ausstellungsort in Speyer: Geschirrplätzel (gegenüber Dreifaltigkeitskirche)

    Gestaltet von Schülern aus der 10. Klasse der Pfrimmtal Realschule PlusTür „Viele Wege führen zum Glück": „Unser Türbild soll aussagen, dass es zwei Wege gibt. Einmal den guten Weg, und einmal den schlechten Weg. Nur wer das Licht bewegen lernt kann den Schatten bezwingen. Man sollte seinen richtigen Weg gehen und nicht den falschen denn er führt ins Unglück."
    Ausstellungsort in Speyer: Geschirrplätzel (gegenüber Dreifaltigkeitskirche)

     
  • 06.04.2017 Baumpflanzaktion zum Einrichtungsjubiläum

     

    In diesem Jahr feiert die Einrichtung  ihr 60-jähriges JubiläumMit einer Baumpflanzaktion am Vogelwoog erinnert das Evangelische Jugendhilfezentrum Kaiserlautern am Dienstag, den 11. April an das 60-jährige Bestehen der Einrichtung in der Dornenstraße 25 in Kaiserslautern. Sechs Obstbäume – je einen Baum für jedes Jahrzehnt, in dem die Einrichtung existiert – werden die vom Jugendhilfezentrum betreuten Jungen und Mädchen gemeinsam mit Revierförster Klaus Platz ab 10 Uhr an der Sitzgruppe am Waldlehrpfad einpflanzen. Gestiftet wurden die je zwei Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume von der Volksbank Kaiserslautern.

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    „Wir wollten gerne unser Einrichtungsjubiläum mit einer Aktion verknüpfen, die einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leistet," erläutert Einrichtungsleiterin Elke Lambert. Angeregt durch die Aktion „Plant for the Planet" - eine Kinder- und Jugendinitiative, deren Ziel es ist, ein Bewusstsein für globale Gerechtigkeit und den Klimawandel zu schaffen und letzteren aktiv durch Baumpflanzaktionen zu bekämpfen – sei schließlich die Idee mit der Baumpflanzaktion entstanden. Für die konnte Lambert anschließend auch Revierförster Klaus Platz und die Verantwortlichen bei der Volksbank gewinnen. „Vor allem der Aspekt der Nachhaltigkeit hat alle sofort begeistert", freut sich die Einrichtungsleiterin über die positive Resonanz. Den Vogelwoog habe man bewusst für die Baumpflanzung gewählt: „Für unsere Kinder ist das ein wichtiger Bezugsort, dort sind sie häufig bei Gruppenaktivitäten und dort reinigen sie zum Beispiel auch während der Lautrer Kehrwoche."

    Als im August 1956 die Arbeiten am Einrichtungssitz des Evangelischen Jugendhilfezentrums Kaiserslautern in der Dornenstraße 25 begannen, war der „Pfälzische Evangelische Erziehungsverein" Träger der Einrichtung. Beim Neubau des Kinderheims im Osten, das im Oktober 1957 eingeweiht werden konnte, leisteten damals auch Pioniere der US-Armee tatkräftige Unterstützung. Zum 1. Januar 1980 übernahm die Evangelische Heimstiftung Pfalz das damalige „Evangelisches Kinder- und Jugendheim Kaiserslautern" und ist bis heute Träger der Einrichtung.

    Inzwischen beschränken sich die Aktivitäten des Evangelischen Jugendhilfezentrums Kaiserslautern längst nicht mehr auf das Stammhaus in der Dornenstraße. „Aus dem Kinderheim von damals ist heute eine moderne Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung mit einer breiten Palette unterschiedlicher Hilfen entstanden," berichtet Lambert. Die zwei Wohngruppen für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und siebzehn Jahren - eine dritte ist gerade in Planung - sowie die fünf Tagesgruppen des Evangelischen Jugendhilfezentrums Kaiserslautern verteilen sich über das gesamte Stadtgebiet. Dazu kommen zwei weitere Wohngruppen in Enkenbach-Alsenborn – davon eine in Kooperation mit den Diakonissen Speyer-Mannheim – sowie eine Tagesgruppe in Ramstein. „Außerdem biete die Einrichtung eine breite Palette an ambulanten Hilfen zur Unterstützung und Beratung von Familien bei sich zuhause. Rund 150 Kinder und Jugendliche mit ihren Familien würden von den 70 Mitarbeitenden der Einrichtungen derzeit betreut.

    Viele davon werden auch bei der Baumpflanzaktion am 11. April mit dabei sein und anschließend am Vogelwoog gemeinsam picknicken. Sein 60-jähriges Bestehen wird das Evangelische Jugendhilfezentrum Kaiserslautern außerdem mit zwei weiteren Veranstaltungen feiern. Am Freitag, den 19. Mai 2017 organisiert die Einrichtung einen Fachtag in der „Alten Eintracht". Diplom-Psychologin Astrid Keweloh wird dabei in einem praxisorientierten Workshop Methoden vorstellen, die nicht zuletzt Mitarbeitende in helfenden Berufen dabei unterstützen können, „alltägliche Problemtrancen in Lösungswelten zu transportieren". Am 29. September schließlich sind die von der Einrichtung betreuten Kinder, Jugendlichen und Eltern zum Herbstfest in den Garten der Dornenstraße 25 eingeladen.

     

     
  • 29.03.2017 Neues Mutter-Kind-Haus in Stauf eröffnet

     
    EPlatz für sechs Mütter und ihre Kinderin eigenes Mutter-Kind-Haus hat das Evangelische Kinder- und Jugendheim Stauf am 1. März eröffnet. Bis zu sechs junge Mütter, die Hilfe und Unterstützung während der Schwangerschaft, bei der Bewältigung des Alltags mit ihrem Kind sowie bei der Orientierung in ihrem Lebensumfeld. brauchen, können dort zusammen mit ihren Kindern betreut werden.

     

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    Eine Mutter-Kind-Gruppe für bis zu vier Mütter gab es zwar bereits seit 16 Jahren in der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung im Eisenberger Ortsteil Stauf. Bisher war diese jedoch im Haupthaus der Einrichtung untergebracht, zusammen mit zwei anderen Wohngruppen der Einrichtung, in denen Kinder und Jugendliche betreut werden. Durch den Ankauf eines Hauses direkt gegenüber dem Haupthaus konnte die Einrichtung ihr Mutter-Kind-Angebot nun um zwei Plätze erweitern. „Vor allem können wir den jungen Müttern mit ihren Kindern jetzt auch bessere Rahmenbedingungen bieten. In dem neuen Haus haben sie deutlich mehr Platz und auch mehr Ruhe als bisher", freut sich Einrichtungsleiter Jürgen Freund.

    Knapp anderthalb Jahre haben die umfassenden Umbauarbeiten an dem aus den 1970er Jahren stammenden Einfamilienhaus gedauert. Dabei erhielt das Gebäude ein komplett neues Dach – wegen der längeren Haltbarkeit aus Zinkblech. Alle Versorgungsleitungen wurden erneuert, außerdem die umfangreichen Vorgaben von Brandschutz und Arbeitssicherheit umgesetzt. Im Innern wurde das gut 260 Quadratmeter große Haus komplett entkernt und der Grundriss der Zimmer auf die Bedürfnisse eines Mutter-Kind-Hauses angepasst. Im bisher ungenutzten Dachgeschoss entstanden Räumlichkeiten für drei Mütter und ihre Kinder. Ihnen stehen dort jeweils zwei helle, freundliche Zimmer zur Verfügung. Das Bad wird von allen gemeinsam genutzt. Küche, Wohn- und Esszimmer sowie Büro und Nachtdienstzimmer für die betreuenden Mitarbeiterinnen wurden im Erdgeschoss eingerichtet, ebenso eine weitere Mutter-Kind-Einheit, gedacht insbesondere für Mütter, die in besonderer Weise die Nähe zu den Mitarbeiterinnen brauchen. Im Souterrain entstanden zwei Verselbständigungsappartements mit jeweils eigener Küche und Bad. Junge Mütter, deren Auszug aus der Einrichtung bald bevorsteht, können dort das Leben auf eigenen Füßen trainieren.

    Rund 850.000 Euro hat die Evangelische Heimstiftung Pfalz als Träger des Evangelischen Kinder- und Jugendheims Stauf für den Kauf und den Umbau des Mutter-Kind-Hauses investiert. Dazu kommen noch die Kosten für die Neugestaltung des Außengeländes. „Den alten Garten mussten wir komplett roden, dort standen zu viele Pflanzen, die für die kleinen Kinder gefährlich gewesen wären," berichtet Freund. Sobald es das Wetter zulässt soll jedoch auch dieser Bereich mit neuen Spielgeräten und einer passenden Bepflanzung kindgerecht gestaltet werden.

    In den ehemaligen Räumen der Mutter-Kind-Gruppe im Stammhaus werden laut Freund demnächst Büros und Sozialräume für Mitarbeitende eingerichtet werden. Außerdem steht voraussichtlich im kommenden Jahr eine umfangreiche energetische Sanierung des Stammhauses an.

     
  • 16.03.2017 Angebot Übergang-Schule Beruf stößt auf bundesweites Interesse

     

    Fachdienste-Mitarbeiterin Lisa Mathis beim Workshop-VortragWie funktioniert das rheinland-pfälzische System der Integrationsfachdienste, insbesondere das Angebot Übergang Schule-Beruf? Und wie können Schüler mit Exklusionsrisiko bei der Berufsorientierung sinnvoll unterstützt werden? Lisa Mathis, Fachberaterin im Bereich Übergang Schule-Beruf der Fachdienste für Arbeit und Integration in Bad Kreuznach, hat als Referentin beim jüngsten Fachtag des Bundesverbandes evangelischer Behindertenhilfe (BeB) e.V. die Teilnehmer in zwei Workshops über diese Fragestellungen informiert.

     

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    In ihrem ersten Workshop über das rheinland-pfälzische System der Integrationsfachdienste und das dort verankerte Angebot Übergang Schule-Beruf stellte Mathis insbesondere die Kompetenz- und Potenzialanalyse (KPA) für Schüler mit Förderbedarf sowie die Berufswegekonferenz vor. Die KPA soll Jugendliche mit Förderbedarf dabei unterstützen, sich schrittweise ihrer eigenen Fähigkeiten und Berufswünsche bewusst zu werden. Die Ergebnisse der KPA fließen dann während der weiteren ÜSB-Beratung bei der Berufsorientierung mit ein. In der abschließenden Berufswegekonferenz beraten schließlich Vertreter der Arbeitsagentur und der Schule mit den Schülern und deren Eltern, welche beruflichen Möglichkeiten für die Schüler umsetzbar sind und welche Unterstützung dafür notwendig ist. Vielen Teilnehmern aus anderen Bundesländern war dieses Angebot fremd, so dass viel Interesse an den Erfahrungen aus Rheinland-Pfalz bestand.

    Der zweite Workshop befasste sich dann mit der Frage, wie Schüler mit Exklusionsrisiko so angesprochen werden können, dass sie auf dem Weg der Berufsorientierung nicht verloren gehen. Neben einem Fallbeispiel waren hier vor allem auch die Teilnehmer aufgerufen, ihre Praxiserfahrungen einzubringen, sodass ein reger Austausch entstand.

    Der Fachtag des Bundesverband evangelischer Behindertenhilfe (BeB) e.V. fand in diesem Jahr vom 6. – 8. März in Erfurt statt. Rund 80 Teilnehmer aus ganz Deutschland informierten sich dabei in Fachvorträgen und Workshops rund um das Leitthema „Jugendliche auf dem Weg nach sinnstiftender Tätigkeit und erfüllter Lebensgestaltung" und diskutierten, wie Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen im wichtigen Lebensabschnitt der Berufsorientierung begleitet werden können.

    Die Fachdienste für Arbeit und Integration arbeiten als Integrationsfachdienst im Auftrag des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz. Das Angebot Übergang Schule-Beruf richtet sich an Förderschüler aus den Bereichen ganzheitliche Entwicklung und Lernen. Seit 2009 sind die Fachdienste für Schulen in Ludwigshafen und dem Rhein-Pfalz-Kreis zuständig, seit 2014 auch für Schulen in der Region Bad Kreuznach und Idar-Oberstein.

     
  • 07.03.2017 Erstes Badminton-Turnier im Jugendhof Haßloch

     

     

    Badmintontournier im Jugendhof HaßlochZum ersten Mal, aber wohl kaum zum letzten Mal, haben Jugendliche und Mitarbeiter der vier Wohngruppen auf dem Gelände des Jugendhofs Haßloch den besten Badminton-Spieler aus ihren Reihen ermittelt.

     

     

     

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    Viereinhalb Stunden dauerte es, bis schließlich der Sieger aus den 16 Teilnehmern, darunter der Mitarbeiter, ermittelt war. in einer Gruppenphase mit vier Gruppen zu je vier Spielern spielte zunächst jeder gegen jeden. Die beiden Erstplatzierten der Gruppen qualifizierten sich für die anschließende KO-Runde, bei der in Viertelfinale, Halbfinale und Endspiel der Sieger ermittelt wurde. Dabei waren die Partien durchweg geprägt von viel Spiellust und sportlichem Ehrgeiz, ohne dass der faire Umgang miteinander darunter litt. Am Ende erhielt jeder Teilnehmer eine Urkunde „Für erfolgreiche Teilnahme", für die drei Bestplatzierten gab es zusätzlich je einen Pokal.

    Geht es nach dem Willen der Jugendlichen, dann kommt es schon bald zu einer Neuauflage des Turniers, dann auch mit Teilnehmern aus den Außenwohngruppen des Jugendhofs. Ein Tischtennis-Turnier wurde von einigen Jugendlichen ebenfalls ins Gespräch gebracht. Und so mancher hat sich nach dem Turnier auch vorgenommen, wieder mehr Sport zu treiben.

     

     
  • 23.02.2017 Schulhund Nero in Waldfischbach

     Tiergestützte Pädagogik an der Herman-Nohl-Schule

    Begleitet die Schüler durch den AlltagMein Name ist Nero...

    ich komme von der Organisation „Sonnenhunde" aus Spanien und bin mittlerweile 5 Jahre alt. In meiner Familie lebe ich seit Januar 2015 und zu meinem Rudel gehören noch zwei weitere Hunde.In meiner Hundeschule „Animira" bilde ich mich in regelmäßigen Abständen fort. Ich habe eine freundliche Art und ein ruhiges Gemüt. Durch diese Eigenschaften kann ich meine Aufgaben als „Seelentröster", „Motivator", „Mutmacher", „Wut- und Stressabbauer", „Schmusebär", „Lehrer" und „Spielgefährte" gewissenhaft durchführen!

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    Begleitung im UnterrichtMischlingshund Nero „arbeitet" seit 2016 als „Co-Lehrer" in der Außenstelle der Herman-Nohl-Schule im Jugenddorf Sickingen in Waldfischbach. Zu seinen Aufgaben gehören trösten, Mut machen, zum Lernen anspornen, Stress und Wut verrauchen lassen, schmusen und spielen. Und das jeden Tag immer wieder freundlich und gerne! Aus diesen Gründen, steht Nero häufig im Mittelpunkt des Schultages und ist daraus nicht mehr wegzudenken!

    Nicht mehr aus der Klasse wegzudenkenWährend des Unterrichts bewegt sich Nero frei im Klassenraum und lässt sich auch gerne von den Schülern streicheln. „Müde Kinder" stupst er hin und wieder sachte mit der Schnauze an und holt sie so zum Unterrichtsgeschehen zurück. Im Rahmen einer „Schulhund-AG" erhalten die Kinder der anderen Klassen die Möglichkeit, sich mit Nero zu beschäftigen.


    In der Klasse übernimmt ein Kind eine Woche lang den „Hundedienst", d. h. der Schüler geht in der Pause mit Nero auf die große Wiese neben der Schule, damit er alles Nötige erledigen kann. Dort kann der Schüler dann auch mit Nero spielen (z.B. Stöcke werfen). Außerdem ist das Kind dafür zuständig, Nero täglich frisches Wasser hinzustellen, das Futter abzuwiegen, Fellpflege zu betreiben und seinen Platz sauber zu halten. Die Kinder übernehmen mit diesem Dienst eine große Verantwortung und lernen den richtigen Umgang mit dem Hund!

    Auszeit muss auch sein

     

    Nach der Schule ist Nero dann recht müde und genießt dann seinen wohlverdienten Feierabend bei einem ausgiebigen Spaziergang mit seinem Rudel.


    Tanja Bußer