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Neuigkeiten

 
  • 12.09.2017 Hausmeister mit Herz für Kinder erhält Goldenes Kronenkreuz der Diakonie


    Im Kinderheim in Alsenz wird Hubert Simons für langjährige Tätigkeit geehrt

    Erhält am 29. September das Goldene Kronenkreuz der Diakonie Ganz gleich, ob es darum geht, den Rasen zu mähen, einen kaputten Schrank zu reparieren, ein Zimmer neu zu streichen oder nach der streikenden Waschmaschine zu schauen: wenn man ihn ruft, ist Hubert Simons zur Stelle. Seit 25 Jahren arbeitet der gelernte Schreiner inzwischen als Hausmeister in Einrichtungen der Evangelischen Heimstiftung Pfalz, davon die letzten 17 Jahre im Evangelischen Kinder- und Jugendheim in Alsenz. Für seine langjährige Tätigkeit im Bereich der Diakonie erhält Simons nun am 29. September das Goldene Kronenkreuz der Diakonie.

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    Als Hugo Simons im März 1992 bei der Evangelischen Heimstiftung Pfalz anfing, war er zunächst als Hausmeister in den Übergangswohnheimen für Aus- und Übersiedler tätig, die der diakonische Träger damals in Alsenz, Rockenhausen und Stauf unterhielt. „Als ich mich beworben habe, hat man mir mitgeteilt, dass die Stelle wahrscheinlich nur ein oder zwei Jahre laufen würde", erinnert sich Simons. Er habe trotzdem zugesagt, weil ihn die Aussicht auf eine interessante, vielseitige Arbeit und insbesondere der Kontakt mit den Menschen gereizt habe. „Das hat mir bei meiner alten Arbeit, wo ich zuletzt Schränke im Akkord gebaut habe, einfach gefehlt," erzählt der 59-jährige.

    Dass aus zwei Jahren schließlich zweieinhalb Jahrzehnte wurden hatte ganz wesentlich auch damit zu tun, dass zu Simons Aufgabenbereich ab dem Januar 2000, anfangs nur für einen oder zwei Tage die Woche, das Kinder- und Jugendheim in Alsenz dazu kam. „Mir war ziemlich schnell klar, dass ich die Hausmeisterstelle im Kinderheim gerne ganz übernehmen würde," berichtet er. Ein Wunsch, der schon zwei Jahre später Wirklichkeit wurde. „Auch nach 25 Jahren finde ich die Arbeit immer noch interessant und abwechslungsreich," schätzt Simons nach wie vor, dass kein Tag dort für ihn wie der andere verläuft. Neben dem Stammsitz des Kinder- und Jugendheims in Alsenz gehören auch die beiden Außenwohngruppen in Rockenhausen und im Bad Kreuznacher Ortsteil Planig zu seinem Aufgabenbereich. „Ich verrichte Arbeiten in fast allen Gewerken, von der Pflege der Außenanlagen über vielfältige handwerkliche Tätigkeiten bis hin zur Wartung unseres Fuhrparks," beschreibt Simons sein Aufgabenspektrum. Als Sicherheitsbeauftragter des Kinder- und Jugendheims sei er außerdem dafür zuständig, sicherheitsrelevante Mängel frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

    „Störungen haben bei mir immer Vorrang", betont der Hausmeister. Es komme häufig vor, dass er seinen ursprünglichen Arbeitsplan für den Tag komplett umstellen müsse. Aber mit dieser Flexibilität habe er kein Problem: „Wichtig ist für mich, immer die Leute zu unterstützen, die's gerade brauchen und möglichst die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder, der Leitung und der Kollegen in deren Sinn umzusetzen." So helfe er bei Bedarf auch mal in der Hauswirtschaft mit und übernehme Fahrdienste für die Erzieher. „Bei uns hier in der Einrichtung wird Solidarität groß geschrieben," betont Simons. Auch das ist für ihn ein Grund, warum er nun schon so lange an seinem Arbeitsplatz geblieben ist.

    Ein weiterer ist der Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen. „Zu denen habe ich in der Regel einen guten Draht", erzählt der Vater von zwei erwachsenen Söhnen und zweifache Großvater. Besonders freut es Simons, wenn er mit den jungen Heimbewohnern gemeinsam an einem Projekt arbeiten kann.: „Ich finde es jedes Mal sehr spannend, herauszufinden, was jemand kann und wo er Unterstützung braucht. Und wenn wir am Ende gemeinsam zu einem guten Ergebnis kommen, dann sind die Jugendlichen richtig stolz."

    So hat es Hubert Simons auch nie bereut, dass er einst 1980 aus der Nähe von Aachen in die Nordpfalz gezogen ist: „Ich liebe es, auf dem Land zu leben, und die Nordpfalz finde ich wunderschön." Nur eine Sache gibt ihm derzeit Rätsel auf: was genau ihn bei seiner Ehrung am 29. September erwarten wird. Denn die haben Einrichtungsleiterin Jutta Mentzen und die Kollegen aus der Einrichtung als Überraschung geplant.

     
  • 05.09.2017 Kinder lieben Kimba

    Therapiehund-Azubi in der Erziehungsberatungsstelle Frankenthal

    Bei Kindern und Eltern gleichermaßen beliebt

    Um einen vierbeinigen Mitarbeiter hat sich das Team der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche in Frankenthal erweitert. Seit März dieses Jahres ist dort Kimba, ein acht Monate alter Bolonka Zwetna, als Therapiehund im Einsatz. Mit seinem wuscheligen, weißen Fell und den großen dunklen Knopfaugen ist Kimba schnell zum Liebling der Kinder geworden. Gleichzeitig unterstützt er Psychologin Britta Bünder bei ihrer Beratungsarbeit.

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    Genau genommen ist Kimba derzeit noch ein Therapiehund in Ausbildung. Tag für Tag begleitet er seine Besitzerin Britta Bünder an ihren Arbeitsplatz in der Frankenthaler Bahnhofstraße 38 und lernt alle Verhaltensweisen, die er als Therapiehund dort braucht. Über Whats App und Videos hält Britta Bünder Kimbas Hundetrainerin regelmäßig über dessen Lernfortschritte auf dem Laufenden. Eine wichtige Eigenschaft, um überhaupt die Ausbildung zum Therapiehund beginnen zu können, hat Kimba schon bei seiner Züchterin erworben. Durch eine entsprechende Ausbildung hat er gelernt, selbst in stressigen Situationen ruhig und gelassen zu bleiben und selbst dann nicht zu beißen, wenn ihm jemand mal weh tun sollte. Ein Vorteil sei außerdem, erklärt Bünder, dass die Rasse Bolonka Zwetna so gut wie nicht haare und deswegen auch für Menschen gut geeignet sei, die auf Hundehaare allergisch reagieren.


    Die Erfahrungen mit dem neuen Team-Mitglied seien bis jetzt ausschließlich positiv, berichtet seine Besitzerin: „Viele Kinder freuen sich schon auf Kimba, wenn sie kommen. Auch Eltern nehmen ihn teilweise auf den Arm und streicheln ihn während des Gesprächs." Kimba sei bei den verschiedenen Gruppen, welche die Beratungsstelle zum Beispiel für Kinder mit auffälligem Verhalten und Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien anbietet, immer mit dabei. „Die Kinder können ihn rufen und mit ihm spielen oder kuscheln", erzählt Bünder. Manchmal sei Kimba dabei so etwas wie ein Eisbrecher, der zurückhaltenden Kindern dabei helfe, Kontakt aufzunehmen. Genau so könne er als Tröster im Einsatz sein und mit einem Kind kuscheln, das gerade traurig sei. Auch beim Konzentrationstraining in einer Frankenthaler Grundschule sei Kimba mit dabei: „Er motiviert die Kinder, sich für das Training anzumelden und hilft aufgedrehten Kindern, sich zu entspannen, indem sie ihn streicheln und sich zu ihm legen können."


    Immer dann, wenn Britta Bünder ihrem gerade mal 25 cm hohen Azubi sein blaues Arbeitsgeschirr anlegt, weiß der, dass jetzt ein Arbeitseinsatz ansteht. „Eine seiner ersten festen Therapieaufgaben hatte Kimba mit einem Jungen, dem es schwer fiel, seine Kraft einzuschätzen und auf ‚nein' zu reagieren, der jedoch sehr gerne mit Kimba spielt", nennt Bünder ein Beispiel. „Die Zuneigung des Jungen zu Kimba hat sich hier sehr positiv auf seine Bereitschaft ausgewirkt, die Grenzen von Kimba zu akzeptieren. Im Wechsel zwischen Spiel und Streicheln konnten wir mit dem Jungen dann gut den Unterschied zwischen wildem, aktiven Spiel und ruhigen, sanften Bewegungen thematisieren." Inzwischen sei Kimba auch so weit, dass ihm die Kinder Tricks wie ‚Pfötchen geben" beibringen können. „Das finden die Kinder toll, und gleichzeitig trainieren sie dabei ihr Durchhaltevermögen und ihre Frustrationstoleranz", erläutert die Fachberaterin. Damit Kimba tatsächlich einen Trick lernt, müsse der schließlich wiederholt und gefestigt werden. „Die Kinder lernen so, an einer Sache dran zu bleiben und zu üben, damit etwas klappt."


    Etwas Durchhaltevermögen braucht auch Kimba selbst noch, bis er sich endgültig Therapiehund nennen kann. Bis zu zwei Jahre wird seine Ausbildungszeit noch dauern. Zum Abschluss muss er dann bei der Akademie für Therapie- und Begleithunde Kropp, mit der seine Trainerin eng zusammenarbeitet, eine Prüfung ablegen. Doch nach den bisherigen Erfahrungen sollte die eigentlich kein Problem für Kimba sein.

     
  • 31.08.2017 Ausflug ins Mittelalter

    Zum zweiten Mal beim Mittelaltermarkt in WaldseeEs begab sich an einem Sonntag, es war der 20. Tag des Augustes, dass sich 19 Bardinnen und Barden aus Worms auf den Weg nach Waldsee machten, um ihre Trommelkünste auf dem Mittelaltermarkt zu demonstrieren. Gäste, Jung und Alt amüsierten sich und musizierten mit Rasseln und ähnlichen Instrumenten fleißig mit.

     

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    Bei warmen, sonnigem Wetter zogen wir mit den Trommeln auf dem Mittelaltermarkt ein. Wir spielten 45 Minuten und brachten dann interessierten Zuschauern verschiedene Rhythmen bei. Die Kinder hatten zwischen den Auftritten die Möglichkeit, bei Angeboten des Marktes mit zu machen: erfolgreich wurde im Sand nach kleinen Schätzen gesiebt, mit Freude das Puppentheater angeschaut, mit Ehrgeiz und Konzentration wurden asiatische Schwertkünste erlernt und mit Fleiß und Teamwork wurden diverse Spiele und Rätsel aus Holz gemeistert. Um unsere Trommlerinnen und Trommler bei Kräften zu halten, verzehrten wir gemeinsam zur Mittagszeit einige Bratwürste.

    Doch auch den besten Barden geht irgendwann die Puste aus und so räumten wir schweren Herzens zusammen. Dennoch waren die Kinder stolz und froh, auch dieses Jahr für die Bewohner von Waldsee trommeln zu dürfen. Wir bedanken uns recht herzlich für die Einladung und auch bei den Angehörigen, die mitgewirkt und uns besucht haben und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.


    Das Team der Tagesgruppe Lummerland

     
  • 23.08.2017 Evangelisches Jugendhilfezentrum Worms bei Spieleolympiade im Einsatz

    Eine Spieleolympiade für Schüler aus den Grundschulen veranstaltet bereits seit mehreren Jahren die Pfrimmtal Realschule Plus in Worms. Als Helfer mit dabei waren in diesem Jahr auch fünf Mitarbeitende vom Evangelischen Jugendhilfezentrum aus Worms. Bereits seit der Einführung der Ganztagsschule im Jahr 2005 ist das Evangelische Jugendhilfezentrum Worms Kooperationspartner der Pfrimmtal-Realschule Plus und dort unter anderem bei der Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung sowie verschiedenen Arbeitsgemeinschaften im Einsatz.

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    Den ausführlichen Artikel zur Spieleolympiade von Leyla Senuslu in der „Wormser Zeitung" vom 22. 08. 2017 finden Sie hier.

     
  • 15.08.2017 Mit Tönen und Rhythmen Kindern weiterhelfen

    Crazy Music School fördert ADHS-Kinder - Workshop im Heilpädagogium Schillerhain

    Musikpädagogin Angelika Schneider-Funk beim Einüben des Cup-SongsElementare Musikerziehung für Kinder und Jugendliche mit AD(H)S und Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) ist ein besonderer Schwerpunkt der „Crazy Music School" von Angelika Schneider-Funk aus Immesheim bei Kirchheimbolanden. „Ich habe selbst zwei Kinder mit ADHS und weiß daher aus eigener Erfahrung, wie gut es ist, hier mit Musik und Rhythmus zu arbeiten," so die Musikpädagogin.

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    An diesem Morgen ist Angelika Schneider-Funk im Heilpädagogium Schillerhain. In der Kirchheimbolandener Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung der Evangelischen Heimstiftung Pfalz führt sie einen zweitägigen Musikworkshop durch. Jessica Albert, pädagogische Mitarbeiterin in der Tagesgruppe Morgenstern, hat den Workshop für das Ferienprogramm ihrer Gruppe organisiert. „Weil es auf Kinder mit ADHS ausgerichtet ist, passt das Angebot der Crazy Music School gerade für uns besonders gut," erläutert Jessica Albert ihre Entscheidung. Die sechs Jungen im Alter zwischen acht und 13 Jahren, die in der Gruppe betreut werden, besuchen alle die Herman-Nohl-Schule im Heilpädagogium Schillerhain, eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung. „Musik ist außerdem eine tolle Möglichkeit, bei den Jungen das Gefühl von Selbstwirksamkeit zu stärken und sie neue Wege erleben zu lassen, sich auszudrücken", nennt die Pädagogin weitere Gründe, weswegen sie einen Musikworkshop für ihre Gruppe anbieten wollte.

    Angelika Schneider-Funk hat sich dafür entschieden, den Schwerpunkt des Workshops auf den Bereich Rhythmus zu legen. „Das ist schon anspruchsvoll, denn beim Arbeiten mit Rhythmus passiert im Kopf ganz viel", erklärt sie. „Ein Gefühl für Rhythmus zu haben hilft außerdem zum Beispiel auch beim rhythmischen Lesen." Dass jedes Kind musikalisch ist, davon ist sie überzeugt, es gelte aber, diese Musikalität zu wecken. „Deshalb sollen die Jungs in den zwei Tagen auch ganz viel Spaß an der Musik haben, die wir miteinander machen", hat sich die Musikpädagogin als Ziel gesetzt.

    Das Programm ihres Workshops hat sie flexibel an die Gegebenheiten der Gruppe angepasst. „Die Jungs hier haben alle sehr unterschiedliche Bedürfnisse, auf die ich eingehen will", sagt sie. Wichtig sei, viel Abwechslung und Entspannung einzubauen, schildert sie ihre Erfahrungen vom ersten Workshop-Tag. Ein Tücher-Tanz zu indianischer Musik, Rhythmus-Übungen zu Ed Sheerans „Shape of you" und das Kennenlernen verschiedener Rhythmusinstrumente wie Rasseln, Congas, Cajon und Triangel standen dort unter anderem auf dem Programm. Dazwischen lasse sie den Jungen bewusst viel Raum, um selbst die zahlreichen Rhythmusinstrumente auszuprobieren, die sie mitgebracht hat, erklärt Schneider-Funk. Aus Plastikeimern, Cajon und Tamburin hat sich einer der Jungs gerade sein eigenes Schlagzeug gebaut, kurze Schwimmnudeln benutzt er als Trommelstöcke. „Ich finde es wichtig, dass die Kinder ihre eigenen Ideen einbringen können, denn das fördert ihre Kreativität," kommentiert die Musikpädagogin. Auf jeden Fall will sie mit der Gruppe noch sogenannte „Regenmacher" basteln. Dazu werden Schrauben in ungefähr 50 cm lange Rohre gedreht, die anschließend mit Reis und kleinen Glöckchen gefüllt werden.

    Zunächst aber wollen die Jungen weiter den „Cup Song" üben. Den haben sie am Vortag ausprobiert, und seitdem lässt er zumindest einige nicht mehr los. „Der Cup Song macht mich süchtig", fasst es einer von ihnen in Worte. Die rhythmische Choreographie, die Klatschen und das Erzeugen von Tönen mit einem Becher verknüpft, stamme aus dem Film „Pitch Perfect" und sei auf YouTube ein Renner, erläutert Schneider-Funk. Die Choreographie sei anspruchsvoll und erfordere Koordination und Konzentration. Aber die Jungs habe hier richtig der Ehrgeiz gepackt und der Song habe sie so sehr gefesselt, so dass sogar spontan noch eine neue Choreographie zu „Shape of you" entstanden sei. „Einige haben heute früh auch berichtet, dass sie den Cup Song gestern Abend gleich ihren Eltern vorgeführt haben", erzählt Jessica Albert. So setzt sie darauf, dass der Musikworkshop auch über die zwei Tage hinaus etwas bewirkt: „Ich hoffe, die Jungs entdecken, dass es ihnen guttut, Musik zu machen und sie das weitermachen möchten."

    Hintergrund:

    Die Crazy Music School bietet elementare Musikerziehung für Babys, Kinder und Senioren und Förderung für Kinder mit AD(H)S und LRS. Weitere Informationen unter www.crazy-music-school.de oder bei Angelika Schneider-Funk, E-Mail: info@crazy-music-school.de bzw. Telefon: 06355 / 56 42 979.

    Das Heilpädagogium Schillerhain in Kirchheimbolanden betreut als Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe in Wohngruppen mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten, Tagesgruppen sowie ambulante Hilfen rund 200 Kinder- und Jugendliche. Angeschlossen ist dem Heilpädagogium die Herman-Nohl-Schule, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt sozial-emotionale Entwicklung, die außer der Stammschule in Kirchheimbolanden auch Außenstellen in Waldfischbach-Burgalben und Haßloch unterhält.

     
  • 04.08.2017 Wormser Soroptimistinnen unterstützen Mutter-Kind-Haus

    Der Soroptimist International Club Worms hat auch in diesem Jahr wieder das Mutter-Kind-Haus „Mirjam" des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms mit einer Spende unterstützt. Mit dem Betrag von 750 Euro unterstützten die Soroptimistinnen diesmal die Arbeit im Mutter-Kind-Haus, wo schwangere Mädchen und Frauen sowie junge Mütter ab 14 Jahre aufgenommen werden, die sich in besonderen persönlichen, familiären, sozialen oder emotionalen Schwierigkeiten befinden und die deshalb Unterstützung während der Schwangerschaft oder bei der Erziehung ihres Kindes brauchen.

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    Dank der Spende war es möglich, auch in diesem Jahr wieder eine Mutter-Kind-Freizeit in Dangast bei Wilhelmshaven zu verbringen. Den Bericht hierzu finden Sie unter der Überschrift „Sonnige Tage an der Nordsee" hier auf unserer News-Seite.

     

    Über die Spendenübergabe haben die „Wormser Zeitung" und das „Wormser Wochenblatt" in ihren Ausgaben vom 2. August 2017 ausführlich berichtet.

     

    Zum Artikel in der „Wormser Zeitung": „Monsheimer Einrichtung ‚Haus Mirjam' bietet schwangeren Mädchen und jungen Frauen sowie jungen Müttern Unterstützung" von Martina Wirthwein - Bitte hier klicken

     

    Zum Artikel im Wormser Wochenblatt „Unterstützung für Schutzraum" von Joachim Bonath (der Artikel befindet sich auf S. 10 unten) - Bitte hier klicken

     

    Weitere Informationen zum Haus „Mirjam" finden Sie hier.

     

     
  • 02.08.2017 Sonnige Tage an der Nordsee

     Schafe auf dem Deich bei Dangast
     
    Dank der großzügigen Spende des Soroptimist International Clubs Worms war es auch in diesem Jahr wieder möglich, dass die Mutter-Kind-Gruppe des Hauses „Mirjam" eine Woche Entspannung in Dangast genießen konnte.
     

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    Dangast ist eine kleine Ortschaft an der Nordsee, welche aufgrund ihrer kinderfreundlichen Angebote und ihrer Nähe zu Wilhelmshaven sehr attraktiv für die Reisegruppe ist. Die Reise wurde in diesem Jahr vom 02. bis 08. Juli von sechs Müttern, sieben Kindern und vier Betreuerinnen angetreten.


    Mutter-Kind-Freizeit von Haus „Mirjam“ in MonsheimGemeinsam verbrachten wir schöne, sonnige Tage am Strand, sammelten Muscheln, erkundeten das Wattenmeer und genossen die entspannende Atmosphäre der kleinen Ortschaft. Täglicher Höhepunkt war der morgendliche Besuch des örtlichen Schwimmbads. Die Kinder und ihre Mütter hatten riesigen Spaß daran, im Becken zu planschen und die Wasserrutsche hinunter zu sausen.


    Bei schönem Wetter und voll motiviert bummelten die Mütter und ihre Kinder durch die Innenstadt von Wilhelmshaven und kosteten sie die Vielfalt der Geschäfte und Eisdielen aus. Außerdem besuchte die Gruppe auf dem Jaderberg einen Freizeitpark, der sich durch seine abwechslungsreichen Fahrgeschäfte und einen Tierpark auszeichnete. Der besondere Höhepunkt dieses Ausfluges war das Lamagehege. Hier hatten die Kinder die Möglichkeit, die Lamas zu streicheln und zu füttern. Natürlich haben wir die angenehmen Wetterverhältnisse genutzt und drei Abende gemütlich mit Grillen ausklingen lassen.


    Am Ende waren sich alle einig, dass sie die Reise wunderschön fanden und sich bereits auf die kommende Freizeit freuen.


    Team Haus Mirjam

     
  • 19.07.2017 Bei Jugendhilfe-WM unter den zwölf Besten

     

    11 WM Team 2017 HomepageDas deutsche Team mit den Spielern Leon D'Alessio und Kevin Ruff sowie Trainer Bruno Dietz aus dem Heilpädagogium Schillerhain hat das Viertelfinale bei der Fußball-WM für Jugendhilfeeinrichtungen knapp verpasst. Bei dem am 15. und 16. Juli in Warschau ausgetragenen Turnier waren Russland und Litauen zu stark für die deutsche Mannschaft, die am Ende den dritten Platz in ihrer Vorrundengruppe belegte.

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    Mit einem 2:2 gegen Kroatien und einem soliden Spiel war das Team ins Turnier gestartet. Trotz spürbarer Nervosität konnte die deutsche Mannschaft, in der Jugendliche von insgesamt sieben Jugendhilfeeinrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet spielten, dabei sogar einen Rückstand aufholen. Titelverteidiger Russland erwies sich im nächsten Spiel dann allerdings als zu starker Gegner. Zwar gelang es den deutschen Jungs in der ersten Halbzeit noch, gut mitzuhalten. Am Ende fiel die Niederlage mit 1:4 dann aber doch recht deutlich aus. Dafür gelang in der dritten Partie gegen Slowenien mit 3:0 ein klarer Sieg. Mit einem sehenswerten Lupfer über zwei Gegenspieler hinweg in den Lauf seines Stürmer-Kollegen bereitete Kevin Ruff dabei den ersten deutschen Treffer vor.

    Bereits vor dem vierten Spiel gegen Litauen stand fest, dass dieses Match über das Weiterkommen ins Viertelfinale entscheiden würde. Bis vier Minuten vor Schluss stand es 0:0. Ein Torwartfehler führte dann aber zur 1:0-Führung für die Spieler aus dem Baltikum. Zwar versuchte das deutsche Team, das Spiel noch mit viel Kampfgeist zu drehen, wurde aber von den cleveren Litauern ausgekontert, kassierte noch das 0:2 und musste alle Hoffnungen auf ein Weiterkommen begraben. Immerhin zeigten die jungen Spieler beim 3:0 in der letzten Partie gegen Palästina noch einmal, welche spielerischen Qualitäten in ihnen steckten.

    „Nach einer Nacht Schlafen und angesichts der extrem hohen Qualität der vier Halbfinalisten waren sowohl wir Trainer als auch die Spieler letztlich mit unserer Leistung zufrieden," fällt das Fazit von Bruno Dietz, der dem vierköpfigen Trainerstab angehörte, letztlich dann doch positiv aus. Auch mit seinen beiden Spielern aus dem Heilpädagogium war der Erzieher insgesamt zufrieden. „Bei Leon hat man in den ersten Spielen schon stark die Nervosität gespürt. In den beiden letzten Partien zeigte er dann aber eine gute Leistung in der Abwehr. Kevin war außerhalb des Platzes das Vorbild der Mannschaft, sehr respektvoll und diszipliniert. Im Spiel konnte er sofort Akzente setzen, sowohl defensiv als auch offensiv." Beide seien außerdem von der Stadt Warschau und dem ganzen drumherum um das Turnier sehr beeindruckt gewesen. „Die Gastfreundschaft, die wir erlebt haben, war schon beachtlich", bestätigt auch Dietz die Eindrücke der beiden Jugendlichen. „Ich würde mich freuen, wenn wir im kommenden Jahr wieder an dem Turnier teilnehmen könnten und dafür auch wieder die insgesamt 26 Stunden im Zug verbringen."

    Den Weltmeistertitel sicherte sich schließlich Spanien mit einem knappen Sieg gegen Titelverteidiger Russland. Mit ihrem schnellen und spielerisch starken Fußball hatten die Spanier zuvor im Halbfinale klar gegen die Niederlande durchgesetzt. In der zweiten Halbfinal-Begegnung schaltete Russland den Gastgeber und Turnierfavoriten Polen aus. Obwohl die Polen alle sechs Spiele zuvor ohne Gegentor gewonnen und dabei 36 Treffer erzielt hatten, konnten sie gegen das sehr diszipliniert verteidigende russische Team nichts ausrichten und verloren mit 0:1. So blieb am Ende für die Gastgeber nur Platz drei, den sie sich durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen die Niederlande erkämpften. Im Finale erlebten die Zuschauer eine spanische Mannschaft, der es mit Herz, Leidenschaft und Kampfgeist gelang, die gut stehende und sehr diszipliniert agierende russische Mannschaft knapp zu schlagen und sich letztlich verdient den Weltmeister-Titel zu sichern.

    Bruno Dietz



     
  • 10.07.2017 Vom Schillerhain in den WM-Kader

    Spieler und Trainer aus dem Heilpädagogium bei Fußball-WM für Jugendhilfeeinrichtungen

    Kevin Ruff und Leon D‘AlessioEinmal bei einer Fußball-WM im Team der deutschen Nationalmannschaft mitspielen: dieser Traum vieler junger Fußballer wird für Leon D'Alessio und Kevin Ruff aus dem Heilpädagogium Schillerhain demnächst Wirklichkeit. Sie gehören zum Kader der deutschen Mannschaft, die am 15. und 16. Juli an der Fußball-Weltmeisterschaft für Jugendhilfeeinrichtungen in Warschau teilnehmen wird. Als Trainer an der Seitenlinie steht mit Bruno Dietz dann noch ein weiterer Schillerhainer. Der Erzieher gehört zum vierköpfigen Trainerstab, der die Jugendhilfe-Nationalmannschaft betreut.

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    Leon D'Alessio und Bruno Dietz sind außerdem frisch gebackene deutsche Fußball-Vizemeister. Bei der im Mai zum zweiten Mal ausgetragenen deutschen Fußballmeisterschaft für Jugendhilfeeinrichtungen wurde ihr Team „Joschis Jungs" – eine Spielgemeinschaft mit befreundeten Jugendhilfeeinrichtungen aus Bad Oldesloe und Berlin – erst im Endspiel knapp mit 1:2 geschlagen. „Hätten wir nicht so viel Verletzungspech gehabt, hätte das Finale durchaus auch anders ausgehen können", ist Bruno Dietz überzeugt. „Aber letztlich überwog bei den drei Jungs aus dem Schillerhain, die dabei waren, dann doch die Freude über die Vizemeisterschaft."

    „Im letzten Jahr ist das Siegerteam der Deutschen Meisterschaft auch als deutsches Team zur WM gefahren", erzählt Dietz weiter. Im Vorfeld der diesjährigen Meisterschaft hätten die Teilnehmer aber untereinander abgesprochen, diesmal mit einer richtigen Nationalmannschaft an der WM teilzunehmen. Dietz selbst wurde dabei zusammen mit drei Kollegen aus anderen Jugendhilfe-Einrichtungen in den Trainerstab berufen, der die Deutsche Meisterschaft dazu nutzte, aus den besten Spielern der einzelnen Teams den WM-Kader zusammenzustellen.

    Mit seinen Leistungen als torgefährlicher Verteidiger hat Leon D'Alessio sich dabei einen Platz in dem zwölfköpfigen Team – die Jugendhilfe-WM wird als Kleinfeldturnier mit Teams zu je fünf Feldspielern und einem Torwart ausgetragen – erspielen können. „Kevin ist als Feldspieler vielseitig einsetzbar, kann außerdem auch als Torwart spielen und verhält sich außerhalb des Platzes absolut professionell," begründet Dietz, wieso auch er für die Nationalelf nominiert wurde, obwohl er bei der Deutschen Meisterschaft nicht dabei sein konnte.

    Ein wenig komisch sei es schon gewesen, als er erfahren habe, dass er mit nach Polen fahren dürfe, erzählt Leon. Nervös, betont er, sei er aber nicht: „Ich habe früher im Verein und auch mit der Schule schon viele Turniere gespielt." Lediglich die lange Anreise, vierzehn Stunden mit dem Zug, sei nicht sein Ding. Vor allem freut sich der Fünfzehnjährige darauf, im großen Stadion von Legia Warschau zu spielen, in dem die Finalrunde der Jugendhilfe-WM ausgetragen wird. „Das müsst ihr euch aber erst mal erarbeiten und die Vorrunde überstehen," mahnt sein Trainer. Die wird am ersten Turniertag vor dem Stadion ausgetragen und hat es, so Dietz, durchaus in sich: „Wir haben da innerhalb von fünf Stunden sechs Spiele von jeweils einer Viertelstunde zu bestreiten." Immerhin haben 26 Teams für das Turnier gemeldet, darunter auch Mannschaften aus Jordanien, Japan, Vietnam und Thailand. Die Vorrundengegner der deutschen Mannschaft werden erst am Vorabend des Turniers ausgelost. Während Leon auf Spanien als Gegner hofft, wünscht Dietz sich Spiele gegen Irland und Frankreich: „Die Iren waren im letzten Jahr total herzlich, und die Franzosen hatten 2016 eine super Mannschaft, unheimlich schnell und kombinationsstark."

    Damit der Traum von der Finalrunde im Legia-Stadion Wirklichkeit werden kann, haben Dietz und seine Trainer-Kollegen bei einem Trainingslager am letzten Juni-Wochenende in Verden mit ihren jungen Spielern nicht nur Spielzüge, Standards und Taktik trainiert. Ihr Augenmerk galt auch einem disziplinierten Verhalten außerhalb des Platzes und dem richtigen Nutzen der Ruhepausen. „Bis zur WM will ich noch an meiner Ausdauer arbeiten," hat Leon sich bis Mitte Juli noch ein Trainingsziel gesetzt. Doch selbst dann, wenn die ganz großen sportlichen Erfolge ausbleiben sollten: die Fahrt zur WM in Polen, davon ist Bruno Dietz überzeugt, wird für alle auf jeden Fall eine unvergessliche Erfahrung: „Allein schon die Begegnung und der Austausch mit den anderen Jugendlichen aus so vielen verschiedenen Ländern, das ist etwas, was unsere Jungs wahrscheinlich so nicht noch einmal erleben werden."

    Hintergrund:
    Mehr Informationen zur Fußball-WM für Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen gibt es (in Englisch) auf www.hopeformundial.pl

     
  • 04.07.2017 Bereits zum sechsten Mal Zertifikats-Übergabe vom Trainingstag „Schule"

    Über 30 Schüler, Eltern, Lehrer und Schulrektoren sowie die Mitarbeiter des Regionalen Familiendienstes (RFD) der Stadt Ludwigshafen und aus dem Evangelischen Jugendhilfezentrum Worms waren dabei, als in der Konzertmuschel des Ludwigshafener Ebertparks die Zertifikate zum Abschluss des aktuellen Trainingstags-Schuljahres überreicht wurden.

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    Der Trainingstag 'Schule' ist ein Kooperationsprojekt, bei dem die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Neustadt an der Weinstraße, der RFD des Stadtjugendamtes Ludwigshafen und das Evangelische Jugendhilfezentrum Worms zusammenwirken. Kinder mit Auffälligkeiten in der Schule besuchen einmal die Woche vormittags mit einem Elternteil den Trainingstag. Dort können die Eltern dem Unterricht folgen, ihre Kinder positiv beeinflussen und motivierend einwirken. Ziel ist es, dass die Kinder in ihrer Schule verbleiben können und wieder Spaß am Lernen haben. Gleichzeitig sollen die Eltern für die schulische Situation sensibilisiert werden, die Möglichkeit haben, sich mit anderen Eltern über ähnliche Situationen auszutauschen (Eltern lernen von Eltern) und Erlerntes auf die familiäre Situation übertragen. Zurzeit gibt es zwei Gruppen mit je fünf Kindern, die jeweils dienstags und donnerstags stattfinden. Betreut werden die Familien von einer Förderschullehrerin und einer pädagogischen Fachkraft des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms. Der Trainingstag hat sich als präventives Projekt sehr bewährt und das Stadtjugendamt Ludwigshafen hat dieses Angebot in sein Jugendhilfeangebot implementiert. In diesem Jahr fand das Angebot bereits zum sechsten Mal statt.

    Am 20. Juni erhielten die Teilnehmer am diesjährigen Trainingstag ihre Trainingstags-Zertifikate. Bereits zum dritten Mal fand die Veranstaltung in der Konzertmuschel im Ebertpark statt. Die musikalische Eröffnung übernahm die Trommelgruppe des Evangelischen Jugendhilfezentrums Worms. Mit einladenden und wertschätzenden Worten überreichten anschließend Hiltrud Gehrlein-Bischoff, Ansprechpartnerin für sonderpädagogische Förderung bei der ADD in Neustadt und Christoph Möhrke als Vertreter des RFD Ludwigshafen die Zertifikate an die teilnehmenden Schüler und Eltern. Zum Schluss gab es noch einmal eine musikalische Einlage der Trommelgruppe. Danach bestand noch genug Gelegenheit, mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen, was gerne genutzt wurde. Der bereits bewährte Austragungsort im Ebertpark lud die Familien außerdem erneut bei strahlendem Wetter zu einem längeren ein.

    Eva Pletscher
    (Pädagogische Fachkraft, Trainingstag 'Schule')

     
  • 29.06.2017 Schillerhain-Team wird Vizemeister

    Bei der zweiten Deutschen Fußballmeisterschaft für Kinder und Jugendliche in Jugendhilfe hat die Mannschaft des Heilpädagogiums Schillerhain den 2. Platz belegt. Drei Spieler sowie acht Fans aus dem Heilpädagogium Schillerhain verbrachten dabei mit vielen weiteren fußballinteressierten Spielern ein unvergessliches Wochenende in Bad Malente.

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    Zehn Stunden dauerte die lange Reise in den hohen Norden für die elf Jugendlichen und vier Betreuer, bis sie endlich im schönen „Bad Malente" am Kellersee ankamen. Dort trafen sie die anderen Teammitglieder der in Kooperation mit zwei weiteren Einrichtungen aus Berlin und Bad Oldesloe gegründeten Fußballmannschaft, " JoScHis Jungs". Gemeinsam fand noch am ersten Abend eine Begehung des Spielgeländes der zweiten Deutschen Fußballmeisterschaft für Kinder und Jugendliche in Jugendhilfe statt. Mit Staunen und Vorfreude auf den morgigen Tag, betraten die Spieler, Fans und Betreuer den Rasen des „Uwe Seeler Parks". Nach einem gemeinsamen Abendessen, ging es zurück in die Jugendherberge und - mit dem Mythos „Malente macht Meister" in Gedanken - früh ins Bett.


    Gut ausgeschlafen und nach einem leckeren Frühstück machten sich alle am nächsten Morgen auf den Weg zum großen Turnier. Die Teams der Jugendlichen wurden durch Losverfahren in jeweils eine der zwei bestehenden Gruppen verteilt. In einer starken Gruppe mit sieben Teams setzten sich „JoScHis Jungs" mit vier Siegen, zwei Unentschieden und nur drei Gegentreffern als Spitzenreiter durch. Gegner in der Vorrunde waren die „Campus Kicker" aus Nauen, die „Kickers" aus Aschaffenburg, „St. Joseph" aus Gelsenkirchen, die „Mixkids" aus Bad Oldesloe, der „CJD" aus Bad Zwesten, sowie die Mannschaft „Wasabi". Der Einzug ins Halbfinale wurde im letzten Spiel der Vorrunde gesichert. Allerdings verletzte sich einer der besten Torschützen von „JoScHis Jungs" während der Vorrunde so schwer, dass er im Krankenhaus untersucht werden musste. Glücklicherweise konnte er, nun medizinisch versorgt, gegen Ende des Turniers zurückkehren, um seiner Mannschaft seelisch und moralischen Beistand zu leisten.


    Nun ging es im Halbfinale für „JoScHis Jungs" gegen die „Magga Buddies" aus Saarbrücken, die mit einem klaren 3:0 besiegt werden konnten. Leider wurden während des Halbfinales zwei weitere Spieler verletzt. Einer der beiden hatte aus diesem Grund nicht die Möglichkeit, aktiv im Finale mitzuwirken. So traten die Spieler von „JoScHis Jungs" etwas angeschlagen und mit Ersatztorwart in der Startaufstellung das Finale gegen die „Campus Kicker" an. In einem packenden Spiel gingen „JoScHis Jungs" mit einem herrlichen Konter in Führung. Kurz darauf glichen die „Campus Kickers" mit 1:1 aus. Anschließend hatten beide Mannschaften einige Chancen, die jedoch ungenutzt blieben. Leider wurden jedoch gegen Ende des Spieles leichte Konditionsprobleme von „JoScHis Jungs" deutlich. Dadurch, dass einige Spieler verletzt waren, war ein Durchwechsel während des Spieles gegen die „Campus Kickers" nicht in der Form möglich, wie es wünschenswert gewesen wäre. So verloren „Joschis Jungs" das Finale mit 2:1. Der Trainer der „Campus Kickers" formulierte seine Anerkennung für die erbrachte Leistung von „JoScHis Jungs" und gab zu, dass das Spiel, wären nicht so viele Spieler verletzungsbedingt ausgefallen, möglicherweise eine andere Wendung genommen hätte. Die Trauer um das verlorene Finale war jedoch nur von kurzer Dauer, da die Freude um den Vizetitel überwog.


    Nach der Siegerehrung fand die Bekanntgabe der 14 Spieler statt, welche in ein Trainingslager zur Bildung der Deutschen Nationalmannschaft eingeladen wurden, die im Juli bei der WM in Polen antreten wird. Unter den Ausgewählten waren fünf Spieler von „JoScHis Jungs", darunter Leon D'Allessio vom Heilpädagogium Schillerhain. Auch Betreuer Bruno Dietz aus dem Heilpädagogium Schillerhain wurde zum Trainerstab der Nationalmannschaft berufen.


    Mit einem gemeinsamen Pizzaabend ließ die Gruppe aus dem Heilpädagogium den schönen und erfolgreichen Tag ausklingen. Am nächsten Morgen traten sie, gestärkt durch ein gutes Frühstück, die Heimreise an.


    Bruno Dietz, Oona Braun

     

     
  • 28.06.2017 Wo Hühner bei den „Falken" wohnen

    Hühnerhaltung seit Kurzem Teil des pädagogischen Konzepts im Jugenddorf Sickingen

    Seit Kurzem Teil des pädagogischen KonzeptsGefiederte Mitbewohner haben seit ein paar Wochen die Jungen und pädagogischen Mitarbeiter im Jugenddorf Sickingen in Waldfischbach-Burgalben bekommen. Flocke, ein weißes Zwerghuhn, und drei bisher noch namenlose braune Artgenossinnen sind Anfang März in die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung der Evangelischen Heimstiftung Pfalz eingezogen. Ihr Auftrag: einen Beitrag leisten bei der pädagogischen Arbeit im Jugenddorf, wo 24 Jungen mit intensivpädagogischen Förderbedarf leben. Dass die vier Hühner dabei ausgerechnet in einer Wohngruppe gelandet sind, die den Namen „Falken" trägt, scheint sie wenig zu beeindrucken.

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    Schließlich sind die „Falken" – sieben Jungen im Alter zwischen neun und 15 Jahren – nicht wenig stolz auf „ihre" Hühner. Und inzwischen wissen sie auch schon ganz gut Bescheid darüber, was die vier so alles brauchen. „Morgens bekommen sie von uns Körner und frisches Wasser. Abends geben wir ihnen Essensreste aus der Gruppe," erzählt Oduwa. „Ich pflücke ihnen gerne Gras und Löwenzahn, das futtern sie ganz schnell weg", ergänzt Fabian. „Wir machen auch den Trinknapf sauber und bringen den Mist weg," berichtet Ricardo. Im Moment, erklärt Erzieherin Claudia Weber, sei immer einer der Mitarbeiter mit dabei, wenn die Hühner versorgt würden. Nach und nach könnten die Jungen aber auch die eine oder andere Aufgabe selbst übernehmen. „Wir haben für die Gruppe auch ein Buch über Hühnerhaltung angeschafft, außerdem informieren sich die Jungen natürlich im Internet", erzählt sie weiter.

     

    Die Idee, die Haltung von Tieren in das pädagogische Konzept der Gruppe zu integrieren, habe im Mitarbeiter-Team schon länger existiert, so Weber. „Naturerfahrungen spielen in unserer Wohngruppe ohnehin eine wichtige Rolle. Wir pflanzen zum Beispiel in einem Hochbeet unser eigenes Gemüse und in der Nähe des Hühner-Geheges steht schon der Rahmen für ein großes Insekten-Hotel, das die Gruppe als nächstes Projekt baut." „Ein Kollege hält zu Hause schon viele Jahre Hühner", begründet ihre Kollegin Hannah Janovsky, warum die Wahl dann schließlich auf Hühner fiel.

     

    Bis die dann tatsächlich bei den „Falken" einziehen konnten, waren jedoch erst noch einige Vorarbeiten zu erledigen. Unter Anleitung der Wohngruppen-Mitarbeiter bauten die Jungs ein 15 Quadratmeter großes Hühnergehege samt Hühnerhaus und –leiter. Dabei lernten sie unter anderem, dass es Vorgaben dafür gibt, wie groß die Nester für die Hühner sein müssen und dass so ein Gehege ausreichend Schutz vor Mardern, Füchsen und Raubvögeln bieten muss. Für die Materialkosten gab es eine Spende des Motorradclubs Gold Wing Riders International e.V. Kaiserslautern, der das Jugenddorf Sickingen bereits mehrmals unterstützt hat.

     

    „Schade, dass einer der Jungs, der viel beim Bauen des Geheges mitgeholfen hat, heute nicht dabei sein kann," bedauert Christian Schmidt, ebenfalls Mitarbeiter im „Falken"-Team. Am Hühnergehege hat Luca währenddessen entdeckt, dass zwei Eier in den Nestern im Hühnerhaus liegen. „Die kommen jetzt in den Kühlschrank und dann verwenden wir sie in der Gruppe", berichtet Claudia Weber: „Das war auch einer der Gründe, weswegen wir uns für die Hühner entschieden haben: wir wollten, dass die Kinder eine andere Sicht auf Lebensmittel bekommen und lernen, dass die Eier nicht aus dem Supermarkt kommen." Selbstverständlich seien Flocke und ihre drei Mitbewohnerinnen beim zuständigen Veterinäramt und der Tierseuchenkasse gemeldet und würden alle Hygienevorschriften eingehalten, betont sie.

     

    In der Zwischenzeit hat Antony eines der Hühner hochgehoben um es zu streicheln: „Ich finde es gut, dass die Hühner inzwischen so zutraulich sind", freut er sich. Für Christian Schmidt ist das ein Zeichen dafür, dass die Idee mit den Hühnern erste positive Effekte zeigt: „Über den Umgang mit den Hühnern üben die Jungen, einfühlsam zu sein. Sie haben inzwischen verstanden, dass sie im Gehege langsam gehen und ruhig sein müssen, um die Tiere nicht zu erschrecken. Gleichzeitig lernen sie, sich etwas zuzutrauen und haben Erfolgserlebnisse. So ein Huhn hochzuheben, das kostet ja auch ein Stück Überwindung." Er beobachte, dass die Jungen wirklich interessiert an den Hühnern seien, oft nach ihnen fragen und sich häufig am Gehege aufhalten. „Tiere haben eigentlich immer eine besondere Wirkung auf Kinder und auf die Atmosphäre", sagt er. „Mein Eindruck ist, dass die Hühner das gesamte Klima in der Gruppe positiv beeinflussen. Man könnte fast sagen: mit den Hühnern ist noch mehr Herz in die Gruppe eingezogen."

     
  • 27.06.2017 Jugenddorf-Schüler unterstützen Kaiserslauterer Hilfsprojekt

    Einmal in der Woche wird in der Mennonitenstraße 20 in Kaiserslautern der Hof geöffnet und ein kostenloses Essen für bedürftige Menschen angeboten. Am vergangenen Mittwoch haben erstmals zwei Schüler aus der Herman-Nohl-Schule im Jugenddorf Sickingen gemeinsam mit den Mitarbeitern Dieter Schäfer und Michael Mayer das Essen zubereitet.

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    Organisiert wird das Essens-Angebot durch eine Wohngemeinschaft, die inmitten des sozialen Brennpunktes „Kalkofen" entstanden ist. Die Bewohner der Wohngemeinschaft haben sich zum Ziel gesetzt, aktiv das Leben mit den Nachbarn zu gestalten und zu teilen. 2011 wurde ein gemeinnütziger Verein gegründet, um Spenden für verschiedene soziale Projekte sammeln zu können. Weitere Informationen zum Verein gibt es unter www.k-turn.de.

     

    Von den vier Köchen aus dem Jugenddorf Sickingen wurde eine kräftige mediterrane Gemüsesuppe mit Eieinlage gekocht, außerdem zum Nachtisch Vanille- und Schokoladenpudding. Dazu gab es Brötchen und süßes Backwerk, das von einer örtlichen Großbäckerei gespendet wurde. Ab 18.00 Uhr trafen nach und nach zwölf Gäste ein, die das Angebot regelmäßig wahrnehmen. Nach einem gemeinsamen Gebet wurde die Essensaugabe aufgebaut und das Essen zusammen mit den Schülern serviert.

     

    Für Michael Mayer war der Einsatz eine gute Möglichkeit, um durch persönliche Kontakte Vorurteile abzubauen. „Bei den Gesprächen am Tisch lernen sich alle besser kennen und er-fahren etwas über die verschiedenen Lebenswege und Schicksale." Soziale Kompetenzen könnten außerdem am besten durch soziales Handeln gelernt werden. „Das Kochen für Be-dürftige und das gemeinsame Essen bieten den Schülern die Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen und an deren Leben teilzuhaben. Dadurch profitieren beide Seiten," ist der Schulko-ordinator der Herman-Nohl-Schule am Standort Waldfischbach-Burgalben überzeugt. Es sei deshalb geplant, das Projekt im neuen Schuljahr weiter fortzusetzen und auszubauen.

     
  • 23.06.2017 Eltern-Kind-Tage in Bingen

    Die diesjährigen Eltern-Kind-Tage des Heilpädagogium Schillerhain fanden über das verlängerte Wochenende an Christi Himmelfahrt statt. Begleitet von den Psychologinnen Katrin Buhl und Sarah Stucky vom Psychologisch-Therapeutischen Dienst des Heilpädagogiums packten sechs Familien ihre Koffer und reisten gemeinsam zur Jugendherberge in Bingen.

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    Bei sommerlichen Temperaturen und viel Sonnenschein führte ein buntes Programm durch die Eltern-Kind-Tage. Neben einer Stadtrallye durch Bingen, einer Schifffahrt sowie einer Burgbesichtigung standen auch der Besuch eines Schwimmbads und das gemeinsame Grillen auf dem Programm. Das Highlight der diesjährigen Eltern-Kind-Tage war eine Nachtwanderung mit Lagerfeuer, Stockbrot und viel guter Laune.


    Ergänzt wurde das Programm durch verschiedene theoretische Programmpunkte. In Eltern-Kind-Runden und Familiengesprächen wurden Ideen für ein gutes miteinander innerhalb der Familien entwickelt und gemeinsam reflektiert. Zudem standen die Psychologinnen für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Durch das Engagement der Familien, den vielfältigen Austausch und die verschiedenen Programpunkte verbrachten wir gemeinsam vier abwechslungsreiche Tage, die durch perfektes Sommerwetter abgerundet wurden.


    Katrin Buhl

     
  • 13.06.2017 „Jugendhof setzt auch in Zukunft auf sozialpädagogische Berufsausbildung als Kernkompetenz"

    Eine von insgesamt zehn AusbildungsmöglichkeitenAm vergangenen Freitag wurden die in dreijähriger Bauzeit sanierten Ausbildungswerkstätten im Jugendhof Haßloch der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Im Folgenden finden Sie den Text der Ansprache, die Einrichtungsleiter Dr. Hans-Jörg Bertsch zu diesem Anlass vorbereitet hatte.


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    Sehr geehrte Damen und Herren,

    willkommen im Jugendhof Haßloch zu unserer Eröffnungs- und Einweihungsfeier der Werkstätten!

    Ich habe mich sehr auf diesen Tag heute gefreut, denn endlich, nach fast dreijähriger Bauzeit, sind unsere Umbaumaßnahmen in den Werkstätten abgeschlossen.

    Ein Einweihungsfest wie dieses ist auch immer als ein Übergangsritual zu betrachten, von einer Phase die gekennzeichnet ist durch Baufahrzeuge, Lärm, Staub, Absperrungen und Improvisation und auch Verlockungen für unsere jüngeren Kinder vor Ort, hin zu mehr Stabilität und Struktur. Auch wenn vielleicht noch ein paar Schrauben fehlen, die Baumaßnahme ist abgeschlossen, ein Start, vielleicht ein Neustart kann erfolgen.

    Was genau alles ausgebaut, modernisiert und saniert wurde, wird ihnen im Anschluss detailliert Herr Keller unser Verwaltungsleiter und auch das Architekturbüro AWW, Herr Weickenmeier, schildern. Auch haben wir im Anschluss eine Besichtigung und Präsentation der Gewerke vor Ort vorbereitet. Unsere Ausbilder, aber auch unsere Jugendlichen können ihnen dann direkt berichten, was hier vor Ort passiert. Ich möchte selbst aber nun einleitend die Gelegenheit nutzen ein paar Worte nicht nur zum Umbau, sondern auch zu unserer sozialpädagogischen Ausbildung zu sagen.

    Den Jugendhof gibt es jetzt schon seit 1850. Vorletztes Jahr haben wir unsere 165- Jahr-Feier begangen und uns viel mit den Wurzeln und der Historie unserer Einrichtung beschäftigt. Daher wissen wir, dass der Jugendhof im Laufe seiner Geschichte schon sehr oft umgebaut wurde. Würde man das im Zeitraffer betrachten, könnte man eine enorme Aktivität von 1850 bis jetzt beobachten. Ställe werden abgerissen, Unterkünfte gebaut, Wohnraum geschaffen und wieder abgerissen. Fast wie ein Puzzle das sich immer wieder neu legt und ineinander fügt. um sich den veränderten Bedingungen der Umwelt anzupassen.

    Das ehemalige Evangelische Rettungshaus war von Anfang an ein Haus, das sich selbst versorgen konnte. Umliegende Felder wurden bewirtschaftet und die jungen Menschen mussten lernen, ihren Teil der Arbeit dazu beizutragen. Seit Mitte des letzten Jahrhunderts werden jungen Menschen hier auch ausgebildet, zunächst in den Bereichen Maurerei und Holzverarbeitung. 1960 wurde das Rettungshaus umbenannt in Jugendhof Haßloch und hat zu diesem Zeitpunkt begonnen, seine Ausbildungspalette zu erweitern und auszubauen, so dass wir heute sagen können, dass die Kernkompetenz des Jugendhofs, unsere sozialpädagogisch orientierte Berufsausbildung, schon eine lange Tradition hat.

    Die meisten der jungen Menschen, die hier arbeiten, wohnen in einer unserer Außenwohngruppen oder werden ambulant betreut, so dass wir ein engmaschiges Netzwerk bilden, um unseren Jugendlichen eine optimale Entwicklung und vor allem eine Berufsausbildung zu ermöglichen. Unsere Ausbildungsberufe sind anerkannt und entsprechen den Richtlinien der Handwerkskammer oder auch Landwirtschaftskammer, so dass die jungen Menschen, wenn sie uns verlassen, konkurrenzfähig sind und eine wirklich gute Chance haben, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen und eigenes Geld zu verdienen. Aktuell bieten wir zehn unterschiedliche Ausbildungsfelder an - aber dazu wird Herr Keller ein paar Worte sagen.

    Es ist natürlich klar: berufliche Bildung kann sich nicht allein auf die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten beschränken, sondern ist gleichzeitig Persönlichkeitsentwicklung im Sinne der Aneignung von Schlüsselqualifikationen, sogenannten Arbeitstugenden, und sozialen Kompetenzen. Es gilt den jungen Menschen Erfolgserlebnisse zu vermitteln, damit sie Zutrauen zu sich entwickeln und Selbstverantwortung tragen lernen. Unsere Azubis benötigen intensive sozialpädagogische Betreuung und betriebliche Unterstützung inklusive Lern- und Lebenshilfen, die in dieser Intensität andere Programme der Arbeitsverwaltung nicht bieten.

    Dies versuchen wir durch zu gewährleisten durch eine hohe Personalpower. So haben wir in den meisten Gewerken zwei Ausbilder, von denen viele auch pädagogische Zusatzqualifikationen erworben haben. Wir haben eine Ausbildungskoordination – unsere Frau Hauck – die nicht nur intern die Förderung der Jugendlichen begleitet, sondern auch stark nach Außen zu den Agenturen und zum freien Arbeitsmarkt vernetzt ist und somit auch über aktuelle Entwicklungen immer auf dem neusten Stand ist. Regelmäßig führen wir Evaluationen im Rahmen der ISO oder AZAV zur Kundenzufriedenheit durch, aber auch zur Erhebung von Vermittlungsquoten.

    Aktuell bieten wir Vollausbildungen, reduzierte Ausbildungen im Sinne des sogenannten Fachwerkers oder im Berufsvorbereitungsjahr oder auch Praktika zur Berufsorientierung. Da unsere sozialpädagogisch orientierte Berufsausbildung eine Hilfe zur Erziehung nach §27KJHG im Sinne des §13 darstellt, wenden sich junge Menschen und oder deren Eltern an die zuständigen Jugendämter. Der Jugendhof wird aktuell bundesweit belegt. Da die genannten Hilfen im Rahmen des SGB VIII nachrangig zu Leistungen zur Eingliederung junger Menschen nach SGB II sind, benötigen wir in der Regel ein Testat von der Berufsberatung der Arbeitsverwaltung, in dem ausgeführt wird, dass der betreffende Jugendliche eine sozialpädagogisch orientierte Berufsausbildung benötigt und ein solches Programm von der Arbeitsverwaltung nicht angeboten wird. Wenn die HZE alle materiellen Tatbestandsvoraussetzungen erfüllt sollte die Finanzierung einer Maßnahme gesichert sein.

    Die Evangelische Heimstiftung Pfalz hat insgesamt 3,6 Millionen Euro investiert! Das zeigt, dass wir weiterhin auf die Kernkompetenz der sozialpädagogischen Ausbildung im Jugendhof setzen und natürlich auch hoffen, dass von Außen gesehen wird, dass wir eine professionelle Hilfe hier anbieten und jungen Menschen nach wie vor - mit langer Tradition – eine Chance bieten, wieder in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen.

    Wie schon angedeutet wird jetzt im Anschluss Herr Keller die Umbaumaßnahmen darstellen. Ich danke Ihnen und wünsche Ihnen einen schönen Mittag bei uns.

     
  • 08.06.2017 Faire Spiele und begeisterte Zuschauer

    „Heimpalastpokal" im Heilpädagogium Schillerhain

     

    Viele Zuschauer und tosender Applaus bei allen Spielen, dazu ein Turnier, das sehr fair und friedlich verlief: auch 2017 war der „Heimpalastpokal", das jährliche interne Fußballturnier des Heilpädagogiums Schillerhain, wieder einer der Höhepunkte im Jahresprogramm der Kirchheimbolandener Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung.

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    Insgesamt 13 Teams hatten in diesem Jahr für den kurz „HEPAPO" genannten Wettbewerb gemeldet. In drei entsprechend dem Durchschnittsalter der teilnehmenden Kinder und Jugendlichen gebildeten Gruppen ermittelten diese die Turniersieger. Unter den fünf Mannschaften der Gruppe U14 setzte sich dabei das Team der Wohngruppe „Drachenfels" durch. In der Gruppe Ü14 war es die Gruppe „Kolumbus", die als Sieger der Vierergruppe hervorging. Bei den Teams Ü17, darunter auch eine Auswahl der Mitarbeitenden, erwies sich die die Mannschaft als stärkstes Team, deren Spieler auch für die Teilnahme an der Deutschen Fußballmeisterschaft der Jugendhilfeeinrichtungen nominiert waren.

    Als Auszeichnung für ihren Erfolg erhielten die drei Sieger-Teams jeweils einen Pokal. Den gilt es dann im kommenden Jahr zu verteidigen, denn der nächste „HEPAPO" ist schon fest eingeplant.


    Bruno Dietz, Oona Braun

     
  • 07.06.2017 Gutes Vorjahresergebnis bestätigt

    Hohe Zufriedenheit der Eltern mit Evangelischem Jugendhilfezentrum Worms

     

    Erneut gute Noten hat das Evangelische Jugendhilfezentrum Worms von den Eltern der in der Einrichtung betreuten Kinder und Jugendlichen erhalten. Bei der jährlich durchgeführten Befragung zur Kundenzufriedenheit konnten die Erziehungsberechtigten anhand einer vierstufigen Werteskala ihre Rückmeldung zu insgesamt zwanzig Themen abgeben und außerdem Wünsche und Anregungen ergänzen. Dabei lagen alle Bewertungen im Bereich zwischen 1 und 1,6.

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    Besonders positiv bewertet wurden die Zuverlässigkeit der Mitarbeitenden, der respektvolle Umgang mit den Kindern und Familien sowie das vorhanden sein eines klaren Ansprechpartners in der Gruppe. „Insgesamt zeigt die Zufriedenheitsbefragungen deutlich, dass die Eltern unsere Arbeit mit ihnen sowie den Kindern und Jugendlichen wertschätzen und als Hilfe wahrnehmen", freut sich Einrichtungsleiterin Birgit Hollerith über das gute Ergebnis. Erfreulich sei auch der hohe Rücklauf bei der Befragung: „Wir schreiben seit einigen Jahren die Eltern gezielt an. Das hat sich bewährt, seitdem nehmen immer mehr als 40 Prozent der Eltern an der Befragung teil." Bei 46% lag die Rücklaufquote der Fragebögen in diesem Jahr.

    Kundenzufriedenheitsbefragungen führt das Evangelische Jugendhilfezentrum Worms regelmäßig in Rahmen seines Qualitätsmanagements nach DIN EN ISO 9001 durch. „Die Eltern haben die Möglichkeit, sich durch die Beteiligung an der Befragung aktiv am Qualitätsmanagement unserer Einrichtung zu beteiligen," sieht Hollerith darin eine wesentliche Maßnahme, das eigene Angebot zu überprüfen und stetig zu verbessern. „Die Ergebnisse der Befragung sind eine wichtige Rückmeldung und werden allen Mitarbeitern nach der Auswertung vorgestellt." So sollen auch künftig in regelmäßigen Abständen Zufriedenheitsbefragungen mit verschiedenen interessierten Parteien durchgeführt werden.

     
  • 01.06.2017 Moderne Ausbildungsplätze und bessere Energiebilanz

    Ausbildungswerkstätten im Jugendhof Haßloch aufwendig saniert

     

    Bietet den Auszubildenden Arbeitsbedingungen wie ein moderner ErwerbsbetriebDie angehenden Gärtner, Maurer und Schreiner, die im Jugendhof Haßloch eine sozialpädagogisch orientierte Berufsausbildung absolvieren, können sich freuen: nach fast drei Jahren Umbau bei laufendem Betrieb ist die Sanierung ihrer Ausbildungswerkstätten jetzt abgeschlossen. Rund 3,6 Millionen Euro hat die Evangelische Heimstiftung Pfalz in die Schaffung moderner Ausbildungsplätze und die energetische Sanierung der Werkstätten investiert. Bei einer Eröffnungsfeier am Freitag, den 9. Juni ab 11 Uhr werden die neuen Werkstatträume der Fachöffentlichkeit vorgestellt.

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    Während eines ersten Bauabschnitts waren zunächst die Werkstätten für die Ausbildungsgänge Garten- und Landschaftsbau sowie Zierpflanzengärtner erneuert worden. Für die angehenden Garten- und Landschaftsbauer wurde eine komplett neue Ausbildungshalle errichtet. „Hier können unsere Auszubildenden unabhängig vom Wetter verschiedene Übungsarbeiten wie zum Beispiel Pflaster- und Steinarbeiten ausführen," erläutert Ausbilder Michael Reinhardt. Die komplette Hallenmitte stehe dafür zur Verfügung und könne immer wieder neu umgestaltet werden.

    Nebenan freut sich sein für die Zierpflanzengärtner zuständiger Kollege Vinzenz Schuler über das moderne, rund 900 m² große Gewächshaus, das den in die Jahre gekommen Vorgängerbau ersetzt. „Die Bewässerung und Düngung der Pflanzen auf den Tischen erfolgt automatisiert. Lüftung, Beschattung und Heizung werden über einen Computer gesteuert," erklärt der Gärtnermeister. „Damit erleben unsere Auszubildenden hier dieselben Arbeitsbedingungen wie in einem modernen Erwerbsbetrieb." Demnächst soll auch der neue Verkaufsraum fertig ausgestattet sein, in dem dann neben den Pflanzen aus der Zierpflanzengärtnerei auch Produkte aus den anderen Ausbildungswerkstätten oder der im Jugendhof seit drei Jahren produzierte Honig erworben werden können.
     

    Im zweiten Bauabschnitt wurde anschließend das Werkstattgebäude für die Maurer und Schreiner saniert. „Wir haben jetzt eine schöne Halle bekommen mit viel Platz", findet Maurer-Ausbilder Stefan Wayand. So sorgt eine neue Dachkonstruktion mit großer Lichtkuppel, viel Holz und mehr Raumhöhe für eine angenehme, helle Atmosphäre. Das alte Dach war nach vierzig Jahren undicht geworden und hatte erneuert werden müssen. Um die Arbeit für die Auszubildenden und ihre Meister effektiv zu gestalten, wurden die Grundrisse der Maurer- und Schreinerwerkstatt optimiert und neue Meisterbüros für Wayand und seine beiden Schreiner-Kollegen Rainer Sliwka und Carsten Frech eingerichtet. Ebenso wurden die Stromleitungen und Sanitärbereiche erneuert, außerdem in der Schreinerei eine neue Absauganalage installiert. Ausbildungskoordinatorin Ursula Hauck, die den Bereich Ausbildung im Jugendhof Haßloch leitende Diplom-Pädagogin, hat ihr Büro jetzt inmitten der Ausbildungsbetriebe und nicht mehr im Verwaltungstrakt der Einrichtung. „Das erleichtert die Kontakte mit den Ausbildern und vor allem mit den Jugendlichen deutlich", so ihre Erfahrung.


    „Mit einem Vollwärmeschutz, Dachdämmung, neuen Fenstern und Außentüren sowie einer neuen Heizungsanlage haben wir das Werkstattgebäude auch energetisch auf den neuesten Stand gebracht," erklärt Verwaltungsleiter Gernot Keller. Als neues Heizsystem wurde ein Blockheizkraftwerk errichtet. Das produziere nicht nur die in den Werkstätten benötigte Wärme, sondern versetze den Jugendhof darüber hinaus in die Lage, den benötigten Strom für große Teile der Einrichtung selbst zu produzieren.


    „Die Mühen und Unannehmlichkeiten, die so ein Umbau bei laufendem Betrieb mit sich bringt, haben sich auf jeden Fall gelohnt," findet Keller. „Wir konnten die Qualität unserer Ausbildungsmöglichkeiten noch einmal deutlich verbessern." Insgesamt bilde der Jugendhof in zehn verschiedenen Berufen aus. „Neben den bereits erwähnten Bereichen kann man hier auch eine Ausbildung in den Bereichen Metallbau, Malerei/Lackiererei, Verwaltung und Hauswirtschaft absolvieren," informiert Keller. Die Ausbildung könnten die Jugendlichen entweder mit der Gesellenprüfung oder mit einem Abschluss als Helfer beziehungsweise Werker abschließen. Für den schulischen Teil kooperiere man mit dem Jugendwerk St. Josef Landau-Queichheim, das eine Außenstelle seiner Berufsschule auf dem Jugendhof-Gelände betreibe.