Suchtkrankenhilfe bei der EVH Pfalz

 
Beratung Alkohol-/  Medikamentenabhängigkeit Neustadt an der Weinstraße

 

Beratung bei Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit


Trinke ich zu viel? Zu häufig? Habe ich das Trinken noch im Griff?

Mal wieder drei Tage durchgefeiert und ich weiß gar nicht mehr, was überhaupt los war?
Mein Partner, die Kinder, die Freunde sagen: Du trinkst zu viel.
Manchmal trink ich wochenlang gar nichts und dann schlag ich richtig zu.
Ich weiß auch nicht, warum ich nach der Kneipe noch gefahren bin, aber den Lappen bin ich jetzt los.
Ich trink ja nur wenn es mir schlecht geht und ich nicht mehr weiter weiß...
Ich kann ohne Medikamente nicht mehr schlafen. Nehme ich zu viele Medikamente ein?

Ich geh doch nicht zur Suchtberatung, ich bin doch nicht abhängig!
Wenn Der oder Die noch weitertrinkt, dann kann ich nicht mehr...
Schon die 2., 3. oder 4. Therapie gemacht und wieder rückfällig: „ich schaff das nie"

Was jetzt?
Ich will wissen wo ich stehe, was mit mir los ist, was ich machen kann:
Mal eine andere Meinung hören? Mal über mich sprechen!
Wie geht es für mich weiter?

Wir laden Sie ein in unserer Fachstelle Sucht ein unverbindliches und vertrauliches Gespräch zu führen.

Falls Sie mehr Unterstützung brauchen, besprechen wir gerne mit ihnen weitere mögliche Schritte.

Fachstelle Sucht Neustadt an der Weinstraße

 

Fachinformationen - bitte hier klicken

Beratung ist eine wissenschaftlich fundierte konkrete Entwicklungs- und Lebenshilfe. Sie bildet den Kern des Hilfsangebotes unserer Fachstelle. Gemeinsam mit den Hilfesuchenden werden das Ausmaß des Problems und die Motivation zur Veränderung abgeklärt. Unabdingbare Voraussetzungen für eine angemessene Beratung sind Freiwilligkeit, Vertraulichkeit sowie die Formulierung eines Beratungszieles.

1 Zielgruppe und Rechtsgrundlagen

1.1 Zielgruppe
Zielgruppe der Suchtberatung sind Menschen, die
• von substanzbezogenen Störungen betroffen oder bedroht sind,
• von nicht substanzbezogenen Störungen betroffen oder bedroht sind,
• aufgrund obiger Problemkonstellationen in seelische Krisen/Notsituationen geraten sind.
Das soziale Umfeld (insbesondere die Bezugspersonen) ist einzubeziehen.

1.2 Rechtsgrundlage
• Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familien und Frauen vom 30.03.2010
• SGB VIII
• SGB XII § 53 ff Eingliederungshilfe


2 Fachliche Ausrichtung des Angebotes

2.1 Zielsetzung
Die Suchtberatung erbringt einen notwendigen Beitrag im Rahmen der Prävention nach den geltenden sozialhilferechtlichen Bestimmungen.
• Information und Aufklärung,
• Sicherung des Überlebens und psychische Stabilisierung
• Verhinderung körperlicher Folgeschäden durch gesundheitsfördernde Maßnahmen
• Beitrag zur sozialen Sicherung der Betroffenen durch Maßnahmen zum Erhalt der Wohnung, der Arbeit und sozialer Unterstützungsstrukturen
• Verhinderung bzw. Milderung sozialer Desintegration und Diskriminierung
• Förderung der Integration bzw. Reintegration in soziale und berufliche Zusammenhänge
• Vermittlung von Einsichten in Art und Ausmaß substanzbezogener Störungen und Risiken• Förderung der Veränderungsbereitschaft.
• Verlängerung von konsumfreien Phasen bzw. Reduzierung der Konsummengen
• Unterstützung bei der Lebensgestaltung in freier persönlicher Entscheidung
• Erreichung einer besseren Lebensqualität.
• Aufbau von Behandlungsmotivation
• Anstreben dauerhafter Abstinenz
• Stabilisierung der Interventionserfolge (Nachsorge.)
• Gruppen, Einzelberatung

2.2 Methodische Grundlagen
Methoden der Sozialarbeit/ Pädagogik wie motivierende/ klientenzentrierte Gesprächsführung, systemische und suchtspezifische Ansätze wie die psychoanalytisch-interaktionelle Methode finden praxisbezogene Anwendung.


3 Umfang der Leistung

3.1 Kurzberatung
Allgemeine Anfragen, Abklärung, Informationsweitergabe, Kurzberatung

3.2 Beratung
• Kontaktaufnahme,
• informationsorientierte Beratung
• klientenorientierte Problemanalyse
• problemorientierte Beratung: Entwicklung von Problemlösungsstrategien,
• Vorbereitung von weiterführenden Maßnahmen
• Motivierungsarbeit
• Individueller Hilfeplan (Sozialbericht, Diagnostik, Anamnese)
• Aufzeigen von Hilfsmöglichkeiten,
• Aufklärung über Behandlungsmöglichkeiten

3.3 Spezielle Einzelmaßnahmen
• Zeitlich klar definierte Einzelintervention mit Problemfokus, z. B. Kurzintervention,
• kontrolliertes Trinken , Nichtrauchertraining, Rückfallpräventionstraining,
• Frühintervention in der Klinik,
• Vermittlung und Einüben sozialer Kompetenzen z. B. Selbstsicherheitstraining für chronisch
• Alkoholkranke,
• •Nachsorge,
• Rückfallprophylaxe und –bearbeitung

3.4 Vermittlung
• von Angeboten zur Sicherung der materiellen Existenz,
• zum qualifizierten Entzug/ zur Entgiftung, (stationär, teilstationär, ambulant)
• zur Entwöhnung (Vorarbeiten)
• zur Substitution und externen psychosozialen Begleitung
• zu niedrigschwelligen Einrichtungen (Kontaktläden, Notschlafstellen...),
• zum ambulant betreuten Wohnen, zur Tagesstrukturierung, in Arbeits- und
• Beschäftigungsprojekte,
• zur Selbsthilfe, zur Angehörigen- und Familienberatung,
• zu anderen Fachdiensten
• Erstellen des psychosozialen Berichts
• Einholen eines medizinischen Gutachtens
• Indikationsstellung für die Art der Rehabilitationsmaßnahme und eine bestimmte Einrichtung
• Klärung der versicherungsrechtlichen Voraussetzungen
• Hilfe beim Widerspruchsverfahren im Falle der Ablehnung der Kostenübernahme durch den
• Rentenversicherungsträger

3.5 Indikative Gruppenangebote
z. B. Motivationsgruppen, Erstkontaktgruppen, geschlechtsspezifische und substanz- sowie
problemorientierte Gruppen

3.6 Betreuung und Begleitung
Komplexes Angebot bei einer Bündelung unterschiedlichster Problembereiche (insbesondere
Kombination aus ausgeprägten körperlichen Beeinträchtigungen, psychischen und sozialen
Folgeproblemen)
• Unterstützung in alltäglicher Lebensgestaltung
• Erbringung von Leistungen zur Sicherung der materiellen Existenz.

 

Ansprechpartner

Anschrift

Fachstelle Sucht Neustadt an der Weinstraße
Beratungsstelle für legale und illegale Drogen sowie nicht stoffgebundene Süchte
Schillerstraße 11
67434 Neustadt an der Weinstraße

Telefon: 06321 /  927498-0
Telefax: 06321 /  927498-29
E-Mail: fachstellesucht-nw(at)evh-pfalz.de

GPS: N49° 20' 56.2"; O8° 8' 37.1"
So finden Sie uns


Gesprächstermine
sind nach Vereinbarung ganztägig, auch abends, möglich


Offene Sprechstunde
Montag 16.00 – 18.00 Uhr